Die Grünen wollen den Schutz von Igeln vor nächtlich fahrenden Mährobotern gesetzlich verschärfen.
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert neue bundesweite Vorgaben für den Betrieb von Mährobotern. Laut einem aktuellen Antrag (PDF) im Bundestag sollen Geräte künftig nur noch bei Tageshelligkeit eingesetzt werden dürfen. Ziel sei es, nachtaktive Tiere wie Igel besser vor Verletzungen zu schützen.
Nach den Vorstellungen der Fraktion sollen Hersteller ab 2027 verpflichtet werden, den Nachtbetrieb bei neuen Geräten technisch zu verhindern. Die Einschränkung soll laut Antrag unabhängig von den Einstellungen des Nutzers gelten und per Software umgesetzt werden.
Mähroboter sollen strengere Sicherheitsstandards erhalten
Auch ältere Geräte könnten betroffen sein. Für Mähroboter mit Helligkeitssensoren, Internetverbindung oder App-Steuerung fordern die Abgeordneten kostenlose Softwareupdates bis März 2027. Damit soll der Betrieb in der Nacht ebenfalls ausgeschlossen werden. Ausnahmen planen die Grünen laut Antrag für Vereinssportplätze.
Weitere geplante Maßnahmen:
- Zertifizierbare Prüfverfahren für igelsichere Geräte
- Gesetzliche Standards für den Marktzugang bis 2030
- Mehr Unterstützung für Igel-Auffangstationen
- Ausbau von Aufklärung und Umweltbildung
Ich kann nachvollziehen, warum der Schutz von Igeln zunehmend in den Fokus rückt. Gleichzeitig dürfte die geplante technische Einschränkung bei vielen Nutzern von Mährobotern für Diskussionen sorgen. Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Bundestag wird dieser Antrag wohl keinen Erfolg haben. Er kann aber durchaus eine Diskussion über das Verbot neu befeuern und vielleicht auch die Hersteller in die Pflicht nehmen.
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