Eine neue KI erkennt Hinweise auf Herzschwäche und Herzklappenerkrankungen aus einem normalen EKG in weniger als zwei Sekunden.
Forscher haben das System mit Millionen routinemäßig erstellten Elektrokardiogrammen trainiert. Es soll Muster erkennen, die für das menschliche Auge normalerweise nicht sichtbar sind. Eine endgültige Diagnose ersetzt die Technik jedoch nicht.
KI soll Patienten schneller zum Herzultraschall bringen
In einer US-Studie mit 67.000 Patienten erkannte das System laut Forschern bis zu 81 Prozent der Fälle von Herzschwäche und bis zu 90 Prozent der Herzklappenerkrankungen. Patienten mit hohem Risiko könnten dadurch schneller für eine Echokardiografie priorisiert werden.
Die wichtigsten Fakten zur neuen EKG-KI:
- Analysezeit: weniger als zwei Sekunden
- Studie mit 67.000 Patienten
- Bis zu 81 Prozent Erkennungsrate bei Herzschwäche
- Bis zu 90 Prozent bei Herzklappenerkrankungen
Weltweit werden nach Angaben der Forscher rund eine Milliarde EKGs pro Jahr durchgeführt. Das System könnte deshalb auch Erkrankungen zufällig entdecken, wenn ein EKG ursprünglich aus einem anderen Grund aufgenommen wurde.
Ich halte den Ansatz vor allem als „Vorsortierung“ für spannend. Wenn bestehende EKGs zuverlässig genutzt werden können, um besonders gefährdete Patienten schneller zum Herzultraschall zu schicken, könnte KI hier einen sehr konkreten medizinischen Nutzen haben.
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