Kommentar: Ein paar Worte zu „Bewertungen“

Wolverine hat mal wieder eine Diskussion rund um Bewertungen ausgelöst und ich fand es durchaus interessant, wie sich das entwickelt hat. Zum Embargo waren die Eindrücke gemischt, was viele direkt als den Untergang der PlayStation sahen.

Die Fachpresse bewertete das Spiel im Schnitt mit 78 Punkten bei Metacritic, da ist man von PlayStation Studios etwas mehr bei AAA-Blockbustern gewohnt. Und die ersten Nutzerwertungen liegen sogar noch darunter. Aber da darf jeder ein Spiel bewerten, darauf kann man nichts geben. Bei den Käufern kommt es bisher gut an.

Im PlayStation Store liegt der Schnitt bei ca. 4,8 von 5 Punkten und das bei über 25.000 Bewertungen. Aber auch das kann man ignorieren, denn wer so ein Spiel zum Start zum Vollpreis kauft, der will womöglich auch genau so ein Spiel haben.

Bewertungen sind immer subjektiv

Womit wir bei meinem Punkt wären, auf den ich hinaus möchte. Testberichte sind immer subjektiv. Ob von uns, von einem Messlabor oder einer Plattform, die einen Schnitt abbildet. Bei Plattformen gibt es heute sehr oft das „Review-Bombing“ und die gemessenen Werte im Labo legt eine Person fest und sind nicht „objektiv“.

Ist die Kamera in einem Apple iPhone 17 Pro gut? Oder die in einem Google Pixel 11 Pro? Reichen zwei Kameras im Apple iPhone Duo? Ist Gemini oder doch ChatGPT besser? Wird GTA 6 dieses Jahr das beste Spiel? Reichen weniger als 400 km reale Reichweite? Sind 200 PS genug? Fragen, auf die es keine objektive Antwort gibt.

Bewertungen sind immer subjektiv. Was nicht heißt, dass sie sinnfrei sind, ganz im Gegenteil, ein Schnitt von einer Plattform in Kombination mit 2-3 Medien, die in etwa die gleiche Meinung wie man selbst haben, ist ja doch oft ein guter Wert.

Wir haben es aber sicher alle schon erlebt und ein „Inhalt“, den viele gut fanden, war dann doch langweilig oder besser, als man es von einer Plattform wie IMDb vorher dachte. Das beste Beispiel sind die finanziell erfolgreichsten Filme oder Spiele der letzten Jahre, die oft nicht so gut bei solchen Plattformen ankommen.

Ein Apple iPhone 18 Pro ist kein großer Schritt und wird daher von Medien eher durchschnittlich bewertet, kann für einen selbst aber genau richtig sein. Das Zelda-Remake wird vielen nicht gefallen, weil der Stil anders als ihrer Erinnerung ist, wird aber andere, die das Spiel vielleicht erstmals erleben, komplett überzeugen.

Wir sind hier komplett subjektiv

Uns wird hier oft vorgeworfen, dass wir nicht „objektiv“ genug sind, wir sehen das jede Woche in den Kommentaren. Und wir betonen dann immer, dass wir das auch gar nicht sein wollen, denn es gibt keinen „objektiven“ Stand für Bewertungen. Der Schnitt von Metacritic und vom PlayStation Store sagen wenig über Wolverine aus.

Am Ende muss einem selbst, und das ist subjektiv, das Spiel gefallen.

Daher haben wir vor einer Weile beschlossen, dass wir das auch gar nicht (wie es manche aber immer noch machen) „objektiv“ angehen wollen. Im Gegenteil, bei uns gibt es bei fast jeder Meldung noch etwas eigene Meinung dazu. In Zeiten, in denen mir die KI jede Pressemitteilung zusammenfasst, lese ich sowas auch selbst gerne.

Für manche ist „subjektiv“ negativ behaftet, ich sehe das anders, ich finde es eine Stärke, wenn man dazu steht. Eine 6 von ING kann eine 8 bei Gamestar sein, weil zwei Personen einen anderen Geschmack haben. Und bei mir ist es dann eine 7.

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