Mastodon 5.0 krempelt die Bedienung deutlich um
Das Onlinenetzwerk Mastodon 5.0 erhält einen neuen Beitragseditor, klarere Direktnachrichten und eine grundlegend überarbeitete Navigation.
Der bisher seit zehn Jahren in der Seitenleiste untergebrachte Editor öffnet sich künftig als Overlay. Sichtbarkeit, Auffindbarkeit und Einstellungen für Zitate sollen gleichzeitig verständlicher werden. Die bisherige Bezeichnung „Quiet public“ verschwindet aus der Oberfläche, die Funktion bleibt aber erhalten.
Auch private Kommunikation wird neu sortiert. „Private Erwähnungen“ heißen mit Mastodon 5.0 schlicht „Nachrichten“. Direktnachrichten bekommen einen eigenen Editor mit „Senden“-Schaltfläche und erscheinen nicht mehr in Timelines oder auf Profilseiten.
Mastodon 5.0 ordnet Navigation und Feeds neu
Zu den wichtigsten Änderungen gehören:
- Die Navigation wird einspaltig aufgebaut.
- Servername und Server-Icon rücken stärker in den Vordergrund.
- „Lists“ werden zu „Custom Feeds“ und direkt erreichbar.
- Gefolgte Hashtags werden weniger prominent dargestellt.
Gerade die Listen scheinen bisher kaum genutzt zu werden. Laut Mastodon haben 92 Prozent der im vergangenen Jahr aktiven Nutzer auf mastodon.social keine einzige Liste angelegt. Selbst bei der Discovery Week kannte jeder zehnte Teilnehmer die Funktion nicht. Mastodon plant deshalb, Custom Feeds später um Hashtags und zusätzliche Filter zu erweitern. Entsprechende Funktionen könnten mit Version 5.1 oder 5.2 folgen.
Ich halte die Richtung für sinnvoll. Mastodon verändert weniger die technische Grundlage als die Art, wie Funktionen erklärt und erreichbar gemacht werden. Gerade für neue Nutzer dürfte eine klarere Trennung zwischen öffentlichen Beiträgen und Nachrichten wichtiger sein als zusätzliche Spezialfunktionen.
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Ein neues Design wird den Laden auch nicht retten
Ich bin überhaupt kein Freund von Eingabemasken, die sich als Overlay öffnen. Das finde ich auch bei Google Mail furchtbar. Aber ganz grundsätzlich hat Mastodon eine Überarbeitung der UX und am besten auch UI notwendig, weil Mastodon schon sehr in die Tage gekommen aussieht. Insofern bin ich gespannt, wie das finale Ergebnis aussehen wird.