Ich bin eigentlich kein großer Fan von „schweren“ Spielen, womit ich Spiele meine, deren Prinzip es ist, dass man Gegner immer wieder bekämpft und lernt. 2-3 Anläufe, von mir aus, aber dann hört es eigentlich auf. Hin und wieder fuchse ich mich zwar in so ein Spiel hinein, meistens fehlt mir allerdings die Zeit dafür.

Aktuell ist so eine Phase, in der mir sämtliche Zeit fehlt, denn ich wurde vor ein paar Tagen das zweite Mal Vater und habe nicht die Zeit, dass ich mich mal 1-2 Stunden am Stück in ein Spiel und einen Endboss „reinarbeite“. Daher war die für mich mit Abstand spannendste Frage, ob mir Saros überhaupt in der Lebenslage zusagt.

Returnal war eines der Spiele, die mich eine Weile beschäftigten, aber mit der Zeit wurden mir die Durchläufe zu lang. Saros ist anders. Es ist deutlich leichter, ein Run ist wesentlich kürzer und gleichzeitig ist es in fast allen Bereichen besser. Der Sound, die Grafik, das Leveldesign, die Gegner, mir gefällt es wirklich sehr gut.

Und, wie bei Returnal, nur noch schneller, hat es nach einer Weile „Klick“ gemacht und es kam der „komm, noch eine Runde“-Moment. Sobald die Steuerung sitzt und man weiß, wie das Spiel aufgebaut ist, macht es richtig Spaß. Die Story ist „okay“, auch wenn mir die Atmosphäre bei Returnal ein bisschen besser gefallen hat.

Aber ich bin auch erst in der Mitte von Saros, das reicht aber, um zu sagen, dass es allen gefallen dürfte, die Returnal mochten. Es ist aber leider auch etwas ähnlich, das fühlt sich wie ein iPhone 17 Pro nach einem iPhone 16 Pro an. Alles ist neu und etwas besser, aber am Ende fehlte mir bisher doch der große WOW-Effekt.

Kommen wir zu einem Punkt, der einige interessieren könnte, die einen Umweg um Returnal gemacht haben. Mit den „Modifikationen“ kann man Saros so anpassen, dass man die Schwierigkeit persönlich festlegen kann. Und das geht so weit, dass ich sagen würde, dass das teilweise fast schon leicht ist. Nicht zu leicht, aber leicht.

Am Anfang habe ich Saros so gespielt, wie es gedacht war, in der normalen Welt ist das auch sehr fair, aber dann kamen die ersten Bosse und ich habe sie 1-2 Mal versucht und das Spiel dann angepasst. Pro Boss benötigte es dann einen Anlauf und die Sache war durch. Muss man nicht so spielen, sagt mir aber gerade sehr zu.

Leider kann man die Schwierigkeit nicht nur gezielt für die Bosse anpassen, die Welt selbst wird damit auch spürbar leichter. Ich spiele daher immer wieder etwas herum und probiere es erst „normal“ und sobald ich die Welt kenne und mir der Boss zu oft begegnet, mache ich es mir „leichter“ und weiter geht es im Spiel.

Mag sein, dass das einigen nicht zusagt, und sie sowas sogar kritisieren, aber wer es anders sieht, der muss es ja nicht ändern. Und, man kann das Spiel nicht nur leichter machen, man kann es auch schwerer machen. So gewinnen am Ende alle. Saros ist übrigens kein „leichtes“ Spiel à la Mario, aber es ist wirklich machbar.

Saros Ps5 Header

Das hier ist also noch kein Test und noch nicht mein finales Fazit, aber nach einigen Stunden mit Saros ist es für mich dennoch eine Empfehlung, auch wenn einem Returnal zu schwer war. Man kann es ein bisschen mit Elden Ring vergleichen, das ist grundsätzlich schwer, aber es gibt Wege, wie man es leichter machen kann.

Bisher habe ich den Eindruck, dass Housemarque da einen guten Mittelweg bei Saros gefunden hat, denn wer es schwer will, der kann es schwer haben, und wer die Welt, den Sound, das Gefühl der Waffen und die Story erleben will, und so geht es mir, der muss sich etwas reinfuchsen und kann es sich dann leichter machen.

Ach, und Saros sieht auf der PS5 Pro verdammt gut aus, läuft butterweich und ich hatte bisher nicht einen Bug oder Ruckler. Das wurde wirklich gut optimiert. Eine PC-Version wurde bisher nicht angekündigt und wenn man den Gerüchten glaubt, dann kommt diese auch nicht. Saros ist also PS5-exklusiv und kostet 80 Euro.

Was ist „Mein Tipp der Woche“?

Was ist „Mein Tipp der Woche“? Das ist eine persönliche Reihe von mir, in der ich einmal pro Woche einen Tipp abgeben möchte. Es ist in der Regel ein „Produkt“, mit dem ich mich gerade aktiv beschäftige und welches ich hier empfehlen möchte.

Das kann eine Serie sein, das kann ein Video bei YouTube sein, das kann ein Spiel sein, ein Kopfhörer, ein Auto, ein Armband, eine Aktivität, eine App, alles. Und es muss nicht aktuell sein, manchmal werde ich sogar sehr alte Dinge empfehlen.

Hier geht es zur letzten Ausgabe.

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  1. Spiritogre 🏆

    Die Story ist aber der größte Schwachsinn überhaupt. Kein normaler Mensch will solch unsympathische Figuren spielen oder überhaupt mit den Protagonisten zu tun haben. Es wäre besser, sie hätten die komplett weggelassen.

    Und dass die Hetero-Frau am Ende dann „aus Gründen“ plötzlich lesbisch wird, weil man seine Sexualität ja einfach so ändern kann, ist auch irgendeine komische „Game-Logik“.

  2. Tobias 🏆

    Schon gut zu wissen, dass es eher leicht ist. Ich hab auf diese 20 Versuche bis man einen Boss schafft, auch keinen Bock. Und keine Zeit.
    Vor allem wenn das Level selbst deutlich einfacher ist, wirkt das schon arg unausgeglichen.
    Dann kann ich mir Saros ja mal in nem Sale holen.

    Mandragora fand ich zB auch ein gutes Maß an schwierig ohne zu schwierig zu sein.
    Wobei da die Klassen auch unausgeglichen sind. Mir scheinen einige deutlich einfacher zu sein, als andere.

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