Mercedes setzt bei elektrischer C-Klasse nicht auf Deutschland

Start der elektrischen C-Klasse, ein Ausbau von 200.000 auf 400.000 Modelle pro Jahr und die Ankündigung eines exklusiven Modells (kompakte G-Klasse), damit wirbt Mercedes heute, allerdings nicht für den deutschen Standort der Marke.

Mercedes kämpft, wie viele Premiummarken, mit einer sinkenden Nachfrage und um zu sparen, lagert man die Produktion aus. In diesem Fall nach Ungarn, denn der Standort in Kecskemét ist der größte in Europa und nach Peking der zweitgrößte der Welt. Die Produktion an den deutschen Standorten von Mercedes ist zu teuer.

Das Unternehmen hat viel Geld in den Standort gesteckt, rund eine Milliarde Euro, der Fokus lag „auf Digitalisierung, Flexibilität und erhöhter Effizienz“. Für Mercedes ist dieser Standort in Ungarn „die Zukunft unserer Fertigung“, so Michael Schiebe.

BMW baut den elektrischen 3er übrigens in erster Linie in München und Audi den kommenden A4 e-tron in Ingolstadt (Gerücht, Neckarsulm ist auch im Gespräch), die Konkurrenz setzt also in erster Linie auf das Stammwerk in dieser Klasse.


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  1. gast 🌀

    Mir geht in dieser ganzen Diskussion das Konzept „Made in Germany“ unter. Die Marken wollen anscheinend nur noch als Deutsch wahrgenommen werden, aber es ist wohl nicht mehr wichtig, dass das Auto hier auch tatsächlich gebaut wird. Aber die freie Autobahn ist in dem Kontext wohl immer noch wichtig für die Marke…

    1. Spiritogre 🌀

      Deutschland ist als Industrieproduktions-Standort einfach zu teuer, das kann man nicht schönreden. Dabei geht es nicht nur um Gehälter sondern auch Gebäude, Strom etc.

      Der einzige Vorteil ist, das wir zentral liegen und von hier überall gut hintransportieren können. Andererseits müssen die Rohstoffe wiederum auch erst mal rangeschafft werden.

      In der Hinscht müssen wir eigentlich noch viel mehr den Weg von Kalifornien einschlagen. Blue-Collar Jobs nur für lokale Dinge, der normale Angestellte arbeitet White-Collar im Büro: IT, R&D, Administration. Die Produktion findet woanders statt.

      Stattdessen wird hioerzulande kaum IT gemacht und R&D von den Firmen immer mehr auch nach China und Co. verlegt. Damit schafft man sich selbst ab.

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