Die Bundesregierung plant bekanntlich eine neue Kaufprämie für Elektroautos. Diese soll auch rückwirkend für seit Jahresbeginn zugelassene Fahrzeuge greifen.

Bestimmte Autokäufer in Deutschland können für neu zugelassene Elektroautos im laufenden Jahr erneut mit staatlichen Zuschüssen rechnen. Die Förderung soll rückwirkend für Fahrzeuge gelten, die seit dem Jahreswechsel zugelassen wurden, wie die Zeitung „Bild“ berichtet.

Abhängig von Einkommen, Familienstand und weiteren Kriterien sind demnach Zuschüsse zwischen 1500 und 6000 Euro vorgesehen.

Laut Angaben des Bundesumweltministers Carsten Schneider reichen die eingeplanten Mittel für rund 800.000 Fahrzeuge über einen Zeitraum von drei bis vier Jahren. Das Programm versteht der SPD-Politiker als Anschub für die heimische Automobilbranche, die leistungsfähige Elektroautos im Angebot habe.

Geplante Ausgestaltung der E-Auto-Kaufprämie

Union und SPD hatten sich bereits im vergangenen Jahr auf neue milliardenschwere Kaufanreize verständigt. Diese sollen vor allem Haushalten mit kleinen und mittleren Einkommen zugutekommen.

Die Einkommensgrenze liegt bei einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen von 80.000 Euro, für Familien mit Kindern ist laut den bisherigen Plänen ein höherer Zuschuss vorgesehen.

Vorgesehene Eckpunkte laut Medienbericht

  • Zuschüsse zwischen 1500 und 6000 Euro
  • Rückwirkende Förderung ab Jahresbeginn
  • Einkommensgrenze bei 80.000 Euro
  • Antragsstart voraussichtlich ab Mai

Bis die Prämie ausgezahlt wird, wird es noch einige Monate dauern, da zunächst ein Antragsportal freigeschaltet werden muss. Aus meiner Sicht schafft die geplante Regelung zwar kurzfristig Klarheit für Käufer, lässt aber offen, wie verlässlich und dauerhaft die Förderung tatsächlich angelegt ist. Sobald es offiziell losgeht, greifen wir das Thema selbstverständlich noch einmal auf.


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  1. Sam 🎖

    Wo ist denn da der Kaufanreiz, wenn das rückwirkend gezahlt wird? Da war die Bestellung doch längst durch.

    Außerdem profitieren jetzt alle, die vorher kaufen, da die Händler ja wie immer mit der Förderung die Preise passend erhöhen.

    1. René Hesse ♾️

      Man versucht einfach zu verhindern, dass alle erst auf den Start der Prämie warten. Das ist generell ein Problem bei angekündigten Förderungen, es gibt dann oft eine Kaufzurückhaltung vor dem Start der Förderung.

      1. Sam 🎖

        Ja, das ist ok, aber dann muss man das rückwirkend ab der Ankündigung machen, dass man es rückwirkend macht. Alle die jetzt schon ihr Auto haben, kannten diese Ankündigung ja noch nicht und entsprechend gab es da auch keine Zurückhaltung die gestoppt werden musste. Sprich, es gab überhaupt keinen Anreiz durch die Förderung.

    2. Alfons 🌀

      Man will nicht, dass der Markt bremst, um zu warten bis die Förderung durch ist.

      Und den zweiten Punkt: Finde ich super! Genau das ist es, was mich bei dieser Förderung immer so angekotzt hat (und, dass die Autos nach einer bestimmten Haltwdauer ins Ausland weiterverkauft wurden. Auf Kosten deutscher Steuerzahler natürlich).

      1. Sam 🎖

        Ja, das ist ok, aber dann muss man das rückwirkend ab der Ankündigung machen, dass man es rückwirkend macht. Alle die jetzt schon ihr Auto haben, kannten diese Ankündigung ja noch nicht und entsprechend gab es da auch keine Zurückhaltung die gestoppt werden musste. Sprich, es gab überhaupt keinen Anreiz durch die Förderung.

        1. Hans Wurst 🍀

          Checke deine Logik nicht. Die Ankündigung existiert schon seit letztem Jahr. Auch „rückwirkend“ wurde schon mal erwähnt. Wieso soll da niemand diese Ankündigung gekannt haben?

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