Der neue Ladepreis-Index von Ladechef zeigt erhebliche Preisunterschiede beim öffentlichen Laden von Elektroautos in Deutschland.
Zum 1. November 2026 lag der typische Preis für das Schnellladen (DC) ohne Vertrag bei 0,74 Euro pro Kilowattstunde. Beim langsameren Normalladen (AC) sind es 0,54 Euro. Ausgewertet wurden 9.028 DC-Standorte und 18.299 AC-Standorte mit entsprechend belegten Preisen.
Ladepreise im Städtevergleich: Dresden besonders günstig
Besonders deutlich werden die Unterschiede beim Blick auf 46 deutsche Städte. In Dresden kostet eine Kilowattstunde am Schnelllader typischerweise 0,50 Euro. Bonn und Wiesbaden folgen mit jeweils 0,56 Euro, Kiel mit 0,58 Euro.
Die teuersten Städte beim Schnellladen:
- Fürth und Oldenburg: jeweils 0,82 Euro/kWh
- Bremerhaven, Chemnitz, Essen und Hamm: jeweils 0,79 Euro/kWh
- Vier weitere Städte liegen ebenfalls bei 0,79 Euro/kWh.
Was bedeutet das praktisch? Für 40 kWh Ladestrom werden in Dresden rechnerisch 20 Euro fällig, in Fürth dagegen 32,80 Euro. Das entspricht einem Unterschied von 12,80 Euro für dieselbe Energiemenge.
Der Ladechef-Ladepreis-Index soll künftig monatlich erscheinen. Grundlage sind Preismeldungen der Betreiber nach der EU-Verordnung AFIR, Betreiberpreislisten und das Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur.
Für die Berechnung zählt jeder Standort einmal mit seinem niedrigsten Preis ohne Vertrag. Berücksichtigt werden ausschließlich Preise mit belegter Mehrwertsteuer. Der angegebene typische Preis ist der Median. Jeweils die Hälfte der Standorte liegt darunter beziehungsweise darüber.
Die vollständige Auswertung mit allen 46 Städten und weiteren Informationen zur Methode ist online abrufbar.
Der Vergleich macht deutlich, wie stark der Standort die Ladekosten beeinflussen kann. Wer regelmäßig öffentlich lädt, sollte deshalb nicht nur auf die Ladeleistung, sondern auch auf die konkreten Preise vor Ort achten. Oder eben ein entsprechendes Ladeabo abschließen.
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