Porsche kündigt großen Neustart der Marke an

Porsche ist schon länger im Krisenmodus, doch so langsam zeigt sich das auch in den Geschäftszahlen, der Gewinn ist komplett weggebrochen. Grund ist aber nicht, dass man plötzlich keine Autos mehr bei Porsche verkauft, es ist der Kurswechsel.

Der Gewinn bracht von 5,64 Milliarden Euro auf 413 Millionen Euro ein, Schuld sind dabei die „außerordentliche Aufwendungen“ in Höhe von rund 3,9 Milliarden Euro.

Porsche setzt seinen Gewinn also für einen Kurswechsel ein und kündigt einen großen Neustart der Marke an, man möchte „schlanker, schneller und noch begehrlicher“ werden. Das bedeutet aber vor allem eins: Porsche wird viel teurer.

Das sagt man auch, denn Porsche denkt „über eine Ausweitung (des) Produkt-Portfolios nach, um in margenstärkeren Segmenten zu wachsen“. Porsche plant ein Flaggschiff über dem Cayenne, einen noch teureren SUV, aber nur als Verbrenner.

Porsche hofft auf Luxus und Verbrenner

Das ist übrigens auch das Stichwort dieser Misere, denn Porsche glaubt, dass es vor allem daran liegt und hat Elektro-Pläne einkassiert und verschoben. Konkrete Produkte hat Porsche diese Woche allerdings nicht gezeigt, für 2026 verspricht man nur „neue emotionale Derivate“, die Fans der Marke „begeistern“ sollen.

Die eigentlichen Probleme von Porsche: US-Zölle, da man dort kein Werk hat, und China, wo viele Premiummarken kämpfen. Dinge, gegen die man kurzfristig aber nicht viel tun kann und auf die Porsche keinen Einfluss hat. Die Flucht „nach oben“ und der Fokus auf Verbrenner ist aber eine äußerst riskante Wette auf die Zukunft.

2026 geht die VW-Marke daher von „herausfordernden Marktbedingungen“ aus und die „jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten“ sind dabei nicht berücksichtigt.

Kurz: Porsche kämpft um den alten Stand als margenstarke Marke im VW-Konzern und wenn die Wette mit teureren Autos und Verbrennern nicht aufgeht, dann wird es eng. An die „alten Zeiten“ wird Zuffenhausen vermutlich so schnell nicht mehr herankommen und „schlanker“ lässt vermuten, dass Personal abgebaut wird.

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