Die Schlichtungsstellen Post und Telekommunikation verzeichnen im Jahr 2025 erneut Rekordeingangszahlen an Schlichtungsanträgen.
Die Schlichtungsstellen Post und Telekommunikation der Bundesnetzagentur vermitteln zwischen Unternehmen und Kunden bei bestimmten Streitfällen. Laut Angaben der Bundesnetzagentur stieg das Interesse an den Schlichtungsstellen 2025 auf ein Rekordniveau. Verbraucher konnten Unterstützung bei beiden Stellen erhalten, so Bundesnetzagentur-Präsident Klaus Müller.
Details zu Schlichtungsanträgen und Streitfällen 2025
Schlichtungsstelle Post
Im Jahr 2025 erhielt die Schlichtungsstelle Post 4.804 förmliche Anträge auf Schlichtung, ein Anstieg von etwa 25 Prozent gegenüber 2024. Zusätzlich gingen 1.057 sonstige Eingaben ein. In 823 Fällen einigten sich die Parteien. Etwa 75 Prozent der Anträge betrafen Probleme bei der Paketzustellung.
Weitere Themen waren Päckchen und Einschreiben mit 10 Prozent, gefolgt von Einschreiben allein mit 6,2 Prozent. Bei über der Hälfte der Fälle ging es um verlorene Sendungen, in rund 20 Prozent um beschädigte Sendungen.
Schlichtungsstelle Telekommunikation
Die Schlichtungsstelle Telekommunikation verzeichnete 5.524 förmliche Anträge, mehr als eine Verdoppelung gegenüber 2024. Zudem bearbeitete sie 1.551 zusätzliche Anfragen.
In 1.274 Fällen konnte eine Einigung erzielt werden. Hauptthemen waren Streitigkeiten über Vertragsinhalte und deren Umsetzung, technische Störungen, Rechnungsbeanstandungen, reduzierte Datenübertragungsraten, Umzüge, Anbieterwechsel und die Sperre von Anschlüssen.
Hauptanliegen und Verfahren
- Streitvermittlung zwischen Unternehmen und Verbrauchern
- Fokus auf Paketzustellung und Vertragsstreitigkeiten
- Einzelfälle von Beschädigung oder Verlust von Sendungen
- Technische Probleme und Rechnungsfragen im Telekommunikationsbereich
Ich finde es bemerkenswert, dass die Nachfrage nach Schlichtung im Post- und Telekommunikationsbereich so stark gestiegen ist. Das zeigt, dass Verbraucher immer häufiger Hilfe bei der Klärung von Konflikten in Anspruch nehmen. Das mag einerseits daran liegen, dass die Schlichtungsstelle bekannter wird. Andererseits könnte es auch ein Zeichen für einen nachlassenden Service der Dienstleister sein.
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