Samsung vs. HTC: Negative Nutzerberichte waren gefälscht

Samsung (2)

Das HTC One ist ein solides Android-Oberklassegerät welches nicht nur in unserem Test ganz gut abgeschnitten hat, sondern auch von den Nutzern gut angenommen wird. Nun steht allerdings auch der Marktstart vom Samsungs neuem Smartphone-Flaggschiff Galaxy S4 bevor, was wahrscheinlich einer der größten Konkurrenten für das HTC One werden wird. Mitte dieser Woche kamen erste Berichte auf, dass Samsung angeblich überrascht vom Erfolg und dem Zuspruch für das HTC One wäre und aus diesem Grund über die Samsung Niederlassung in Taiwan eine „Online-Schmutzkampagne“ in Auftrag gegeben hat.

Ein Dienstleistungsunternehmen namens „OpenTide Taiwan“ sei demzufolge von Samsung beauftragt worden, in einschlägigen Foren negative Informationen über das HTC One zu streuen. In der Praxis soll das so abgelaufen sein, dass Studenten ihrem Ärger über das HTC One unter eigenen Accounts und auch anonym öffentlich Luft machen sollten. Verarbeitungsmängel und ähnliches sollten angesprochen werden. Wahrscheinlich hoffte man in Taiwan darauf, dass einige Medien auf den Zug aufspringen.

Für Samsung sind die Vorwürfe unangenehm, aber sie stimmen. Wie Samsung Korea in einer Stellungnahme einräumte, liegt der Fall wirklich so wie berichtet, allerdings gibt man deutlich zu verstehen, dass Samsung in Taiwan eigenmächtig und ohne Rückendeckung bzw. Auftrag der Konzernleitung gehandelt habe. Es gehört laut Samsung nicht zu den Prinzipien des Unternehmens, so etwas zu machen und man habe dafür gesorgt, dass es unmittelbar eingestellt wird. Genau heißt es (Übersetzung von uns):

Der jüngste Vorfall war unglücklich und ist auf Grund von ungenügendem Verständnis unserer grundlegenden Prinzipien passiert. […] Samsung Electronics Taiwan hat alle Marketing-Aktivitäten, welche die Veröffentlichung von anonymen Kommentaren beinhalten eingestellt und wird dafür sorgen, dass alle Online-Marketing-Aktivitäten mit den Vorgaben zur Online-Kommunikation durchgeführt werden.

Da in Taiwan bereits Wettbewerbsbehörden ermittelt haben, war eine Reaktion nötig geworden. Ob die Konzernleitung wirklich nichts davon wusste oder jetzt nur um Schadensbegrenzung bemüht ist, lässt sich nicht abschließend beurteilen.

via aas Quelle theregister

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