Schon wieder: Volkswagen kämpft mit Plattform-Problemen

Es war vermutlich eine gute Entscheidung, dass man doch noch an MEB+ arbeitete und PPE für die Premiummarken hat, denn die einst für 2026 vorgesehen Plattform „SSP“ (Scalable Systems Platform) kommt noch später und bereitet Probleme.

Wie das Handelsblatt erfahren hat wird diese nicht vor 2029 starten und Audi wird sein neues Vorzeigemodell, den A4 e-tron, verschieben müssen. Es erinnert alles an den Launch des Audi Q6 e-tron, der auch deutlich früher vorgesehen war.

Doch auch andere SSP-Modelle, wie der elektrische VW ID Golf und VW ID Roc, kommen später, vermutlich erst in den 2030ern. Die Frage ist, SSP überhaupt in diesem Jahrzehnt startet. SSP soll langfristig die Grundlage für alle Marken werden.


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Fehler melden 2 Kommentare

   

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  1. gast 🌀

    Hier mal eine Quelle für diese Meldung:
    https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/vw-konzern-audi-verschiebt-elektro-a4-und-neue-konzernplattform-01/100252863.html

    Finde drei Sachen besonders interessant:
    1. Der Vergleich zur Bahn mit Stuttgart 21 als Endlosprojekt, bei SSP scheint man sich so zu verheddern, dass es einfach nicht vorwärts geht
    2. Der BER hat sich unter anderem verzögert, weil unter anderem die Politik immer wieder kurzfristig Dinge geändert hat. Hier der wird der späte Umschwung auf ein 48V Bordnetz genannt. Meine Güte, das Thema war aktuell, als ich Student war. Wenn man doch eine moderne Plattform startet, dann räumt man das Thema doch direkt mit ab. Wie kann man da mit 12V überhaupt noch ins Rennen gehen? Ach ja, die Lieferanten laufen alle auf 12V. Ja, meine Güte, die bauen, was ihr kauft! Leute, ab 2026 machen wir nur noch 48V, seht zu. Ach ne, doch nicht, ist ja 3 Cent teurer.
    3. Großprojekte werden nicht fertig, wenn die Verantwortlichen nicht das Gefühl haben fertig werden zu müssen. Und siehe da: den Erfolg des ID.Polo nimmt man als Bestätigung, dass man sich mit SSP doch noch Zeit lassen kann. Also dazu fällt mir nun wirklich nichts mehr ein. Immer irgendwas von China Speed faseln und dann bloß nicht in Vorleistung gehen, sondern so lang dem Kunden die Grütze vorsetzen, so lang sie ihm noch schmeckt. Und sich dann in zwei Jahren wieder wundern, warum lieber lecker nebenan gegessen wird.

    Der Laden hat wirklich ein unfassbares Management-Problem. Und jetzt lasst Euch mal auf der Zunge zergehen, dass die all die Heerscharen der Blaumänner mit ihren dicken Tarifgehältern bezahlt werden könnten, wenn die feinen Herren mal was auf die Kette kriegen würden. Geld ist geng da, wenn man es sinnvoll einsetzt.

    Rant Ende

    1. Christian 👋

      Das, was aktuell bei VW und Audi los ist, ist ein Problem, das in Deutschland gerade in vielen Bereichen passiert.
      Wer trägt hier die Verantwortung und wer entscheidet wirklich mal etwas?
      Die IG Metall war damals so stark dahinterher, die Software-Einheit Cariad zu gründen – und was kam am Ende dabei heraus? Traurig.

      Was bei VW und Audi ebenfalls stimmt: Die Unternehmen mussten, oft auf Druck der Politik, über den tatsächlichen Bedarf hinaus ausbilden. Zudem nagen sie finanziell noch nicht am Hungertuch.
      Das mag alles richtig sein, das die Mitarbeiter die fehler ausbaden müssen.
      Wenn aber in Deutschland die Energiekosten, die Bürokratie und die Regulierungen völlig aus dem Ruder laufen, müsste endlich an den richtigen Stellschrauben gedreht werden.
      Doch welche Schraube ist davon die einfachste?

      Zum Thema Modellverschiebung: Wie es auch im Artikel stand, hängt dies auch zum Teil stark mit der Reduzierung der Forschung und Entwicklung (F&E) zusammen.
      (Das 48 V Thema wird als schlechte Ausrede genutzt.)
      Die bestehenden Verbrenner- und Hybrid-Produkte müssen somit einfach länger laufen. Audi und VW haben sich schließlich schon einmal die Finger mit zu vielen reinen BEV-Standorten verbrannt. Das Werk in Brüssel ist bereits geschlossen, und Emden sowie Zwickau haben durch die geringe Auslastung ein massives Stückkosten-Problem.

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