Bessere Elektroautos: Volkswagen will die MEB-Plattform optimieren

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Die MEB-Plattform der Volkswagen AG ist die Basis für die aktuelle Offensive mit Elektroautos im Konzern. Egal ob VW ID.4, Cupra Born, Audi Q4 e-tron oder Skoda Enyaq Coupé, viele Modelle nutzen diese Elektro-Plattform für ihre Elektroautos.

SSP-Plattform könnte erst 2030 kommen

Doch seit einer Weile ist bekannt, dass diese Plattform nicht lange existieren wird, denn die Volkswagen AG arbeitet schon an einer neuen SSP-Plattform und einem passenden Werk in Wolfsburg. Dieser Plan wurde jetzt allerdings doch verworfen.

Wir haben vor ein paar Tagen erfahren, dass das neue Werk in Wolfsburg auf der Kippe steht, aber laut FAZ ist die Entscheidung schon gefallen. Das Werk kommt nicht. Und die neue SSP-Plattform wird wie erwartet um mehrere Jahr verschoben.

Eigentlich war mal von 2025 die Rede, dann wurde es 2026 und mittlerweile ist von drei bis vier Jahren später die Rede. Gut möglich, dass die neue SSP-Plattform mit der neuen Software (die noch Probleme macht) auch erst gegen 2030 kommt.

MEB-Plattform wird am Leben gehalten

Mit Blick auf die Konkurrenz wäre das nicht optimal, denn Marken wie Hyundai und Kia setzen sogar schon auf eine 800-Volt-Technologie bei ihrer Elektro-Plattform. Und genau diese Plattform hat wohl auch die VW-Führungsebene aufgeschreckt.

Daher will man die MEB-Plattform noch nicht auf das Abstellgleis packen und plant eine Investition von 1,5 Milliarden Euro. Die 800-Volt-Technologie gibt es wohl nicht, aber die Plattform soll jetzt so optimiert werden, dass sie konkurrenzfähiger wird.

VW plant einen elektrischen Tiguan

Außerdem wird das Portfolio an geplanten Elektroautos überarbeitet, wir haben ja schon vom elektrischen Golf gehört. Und auch das GTI-Branding wird bleiben. Laut Quelle wurde jetzt aber auch spontan ein rein elektrischer Tiguan beschlossen.

Der VW ID Tiguan soll 700 km weit kommen, mit bis zu 200 kW laden können und 2026 marktreif sein. Basis bleibt die MEB-Plattform. Es ist unklar, ob der VW ID.4 überlebt. Bei Volkswagen überdenkt man allgemein gerade die Namensgebung.

Volkswagen stellt alles auf den Kopf

Wer also dachte, dass sich nach dem Abgang von Herbert Diess nichts ändert, der wird gerade vom Gegenteil überzeugt. Thomas Schäfer (VW) und Oliver Blume (VW AG) sind sich einig und wollen den Konzern und die VW-Marke stark überarbeiten.

Einige Entscheidungen wurden schon getroffen, über andere wird wohl noch intern verhandelt. Die für November angesetzte Planungsrunde 71 wurde verschoben, wir werden also vermutlich erst 2023 erfahren, wie der Plan bei Volkswagen aussieht.

Ich bin gespannt, denn wenn die MEB-Plattform wirklich so lange die Basis für die Volumenmarken bleibt (im Premiumbereich wird es die PPE-Plattform sein), dann muss die Volkswagen AG wirklich nachbessern. Das wird ein spannendes Jahr.

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Anfang des Monats haben wir erfahren, dass Mazda eine neue Strategie für die elektrische Zukunft ausarbeitet, denn der aktuelle Plan mit einem Anteil von 25 Prozent Elektroautos ab 2030 ist zu defensiv. Jetzt hat Mazda ein neues Ziel. Man hebt…23. November 2022 JETZT LESEN →


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  1. Gast ☀️

    Man weiß ja nie, wer im Hintergrund die Fäden zieht, aber solche Beharrungskräfte sind ja schon erstaunlich.
    Ich war in jungen Jahren bei Nokia und hab damals die Top Notch Symbians geliebt, aber schon das erste iPhone hat klar gezeigt, wohin die Reise geht. Hab aus Loyalität und Preisbewusstsein dann ein einziges Symbian Touch ausprobiert. Gruselig. Dann aus Loyalität und Begeisterung das N9 und bleibe bis heute dabei, dass Meego der heiße Scheiß hätte werden können, gar müssen.
    Später bei BMW konnte ich live erleben, wie Project i erst mit Ressourcen zugeschüttet wurde und dann im ersten opportunen Moment von den Petrol Heads beerdigt wurde. Traurig!

    Nach dem Dieselskandal sah ich VW schon auf der Kippe, dann hat Diess (natürlich nicht allein) den Laden umgekrempelt und plötzlich waren sie ein Frontrunner. Jetzt wieder gemächlich in den alten Trott. Verrückt! Ich hoffe nur, die verkacken nicht den elektrischen Passat Kombi. Mangels Konkurrenz drücke VW nur wegen diesen Autos die Daumen!

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