Flugtaxis: US-Unternehmen gibt bereits auf

Kittyhawk

Wisk präsentierte gestern ein neues Konzept für ein Flugtaxi. Man zeigte, wie man sich die Zukunft vorstellt, in der elektrische Taxis durch die Luft fliegen. Kennt man so auch aus Deutschland, hier gibt es das Unternehmen Lilium mit ähnlichem Ziel.

Hinter Wisk stecken unter anderem Boeing und ein anderes Unternehmen namens Kittyhawk, welches von einem ehemaligen Google-Mitarbeiter gegründet wurde und von Larry Page persönlich unterstützt wird. Oder eher wurde, denn es ist aus.

Also nicht für Wisk, sondern für Kittyhawk selbst.

Ohne große Pressemitteilung und in einem kurzen Tweet hat man bestätigt, dass es das jetzt war und man das Ziel mit den Flugtaxis aufgibt. Gründe wurde bisher noch keine genannt und auch große US-Seiten wie TechCrunch haben kein Statement.

Haben Flugtaxis eine Zukunft?

Ich bin ja mal gespannt, ob das der Anfang vom Ende einer Start-up-Branche ist, die meiner Meinung nach zu sehr gehyped wurde. Es ist viel Geld in die Flugtaxis geflossen und das muss natürlich ab einem gewissen Zeitpunkt verdient werden.

Bei Lilium steht jetzt auch eine spannende Phase an, denn Daniel Wiegand hat die Chefrolle abgegeben, der Gründer überlässt Klaus Roewe die Führung, der bereits Erfahrung bei Airbus gesammelt hat. Jetzt geht es nämlich um die Zulassungen.

Auch hier wird man irgendwann Geld verdienen müssen.

Die Idee, dass wir rein elektrisch in kleinen Taxis von Stadt zu Stadt fliegen, finde ich gut und wirkt wie ein Konzept aus einem Science-Fiction-Film. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das so aufgebaut werden kann, dass es wirklich lukrativ ist.

So ein Flugtaxi kann nur wenige Personen transportieren, das wird extrem teuer sein. Und man wird die Kosten kaum senken können, denn dazu würde man immer mehr Personal und Flugtaxis benötigen und das sind eben doch recht hohe Kosten.

Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen und vielleicht gehören 2050 die Flugtaxis zum Stadtbild. Wenn ich aber eine Prognose treffen würde, dann würde die eher so lauten, dass Kittyhawk nur der Anfang ist und weitere folgen werden.

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Bitte bleibe freundlich.

  1. Felix 👋

    Sehe ich ähnlich.
    Ins aktuelle Portfolio der Mobilitätswende passt es (noch) nicht rein. Da haben wir noch genug mit Effizienz, Kosten und Infrastruktur in der fahrenden Elektromobilität zu tun.
    Wenn das mal großflächig läuft, dann geht es vermutlich auch recht zügig in die Luft.

    Wie die Entwicklung bis dahin unrentabel weitergeführt werden kann wird sich zeigen…

  2. Frank Becher 👋

    Es ist schon lange erwiesen, dass Senkrechtstarter als Flugzeug Taxi nicht entwickelt werden können, weil es auch langfristig nicht genügend leichte Akkus mit genügend Speicherkapazität geben kann. Außerdem ist ein Individualverkehr, der nicht von der Flugsicherung überwacht wird, über Städten viel zu gefährlich.

  3. Uwe 🍀

    Völlig übergehyped. Das wird doch noch Jahre brauchen, bis das alles wirklich sicher ist, die Akkus gewisse Reichweiten schaffen zu vernünftigen Preisen.

  4. Counsel29 👋

    Das ist ein Beispiel, wie vermeintliche Fachleute mit Wundermaschine reichen Leuten das Geld aus der Tasche locken können. Die ersten, die mitgemacht haben, haben allerdings einen Reibach gemacht, als sie die Aktien beim SPAC-Börsengang abstoßen konnten.

    Es ist wie beim bottle imp:der letzte, der die Aktien hat, hat die A. Karte

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