Mercedes-Benz EQS: Das Elektroauto mit der besten Reichweite

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Als Mercedes-Benz den EQS präsentierte, da warb man vor allem mit einem Wert: 770 km Reichweite nach WLTP-Standard. Doch Tesla legte schon ein paar Monate vorher vor und kündigte ein neues Tesla Model S mit 880 km Reichweite an.

Mercedes liefert, Tesla aber nicht

Dieser sehr gute Wert von Mercedes-Benz wurde zwar gelobt, aber alle wussten, dass Tesla hier dennoch die Nummer 1 bleiben wird. Doch zwischen Ankündigung und Realität liegt oft ein großer Unterschied – vor allem wenn bei Tesla.

Das Tesla Model S mit 880 km Reichweite wurde nämlich vor ein paar Tagen doch spontan eingestellt und das liegt vermutlich daran, dass es erst 2022 gekommen wäre und sehr viele Menschen diese bessere Version abwarten wollten.

Tesla Model S 2021 Back

Bedeutet im Umkehrschluss: Wenn man das Geld für ein Tesla Model S hat, dann dürfte es vielen egal sein, ob man nun Plaid oder Plaid+ kauft. Plaid+ hätte aber die 880 km mitbringen sollen, da würde ich definitiv auch nicht Plaid kaufen.

Diese Planänderung hat nun dafür gesorgt, dass der Mercedes-Benz EQS jetzt doch das Elektroauto mit der höchsten Reichweite ist und da die Produktion bei Daimler angelaufen ist, wollte man das ganz schnell öffentlich bewerben.

EQS kann sehr effizient sein

Alexander Bloch hat den Mercedes-Benz EQS exklusiv vorab fahren dürfen und kam auf 638 km Reichweite – inklusive 48 km Rest-Reichweite. Die gefahrene Reichweite ist also besser, als der WLTP-Wert des Tesla Model S 2021.

Das muss man aber wie immer auch etwas einordnen. Zum einen hat Bloch die Basisversion mit 245 kW (333 PS) und einem Elektromotor bekommen, das Tesla Model S Plaid hat drei Elektromotoren und eine Leistung von über 1000 PS.

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Außerdem verbaut Tesla hier weiterhin einen Akku mit 100 kW und die nutzbare Größe des Mercedes-Benz EQS liegt bei 108 kWh. Das relativiert den Vergleich, aber ignoriert man Tesla, dann hat Mercedes-Benz hier komplett abgeliefert.

Der extrem geringe cw-Wert sorgt außerdem für einen Verbrauch von 15 bis 16 kWh bei 130 km/h auf der Autobahn. Das ist für ein fast 2,5 Tonnen schweres Elektroauto wirklich sehr gut. Und auch die durchschnittliche Ladeleistung bis 80 Prozent kann mit 163 kW beim Mercedes-Benz EQS durchaus überzeugen.

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Mercedes-Benz hat also abgeliefert, auch wenn ich nicht so weit gehen und von einem „beeindruckenden Stück Automobilgeschichte“ (wie Bloch) sprechen würde. Aber man wählt die Medien als Hersteller ja auch ganz bewusst so aus.

Es zeigt aber, was mit einer reinen Elektro-Plattform möglich ist und es kann ein Fehler sein, dass BMW sowas erst 2025 bieten wird. Der EQS wäre definitiv nicht so beeindruckend, wenn Daimler hier einfach nur die S-Klasse umgebaut hätte.

PS: Das Video lohnt sich, Bloch kennt sich gut aus und bietet sehr viel Wissen. Und bei einer Sache muss ich ihm zustimmen: Touch-Knöpfe beim Lenkrad sind ein Unding. Dieser Trend muss aus Sicherheitsgründen schnell wieder verschwinden.

Der Mercedes-Benz EQS im Video


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