Wirecard Bank veröffentlicht Stellungnahme

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Im Zuge der Wirecard Insolvenz überschlugen sich die Meldungen auch zur Wirecard Bank und deren angeschlossenen Services. Nun veröffentlicht man eine Stellungnahme.

Wir haben die Geschehnisse rund um Wirecard hier im Blog bereits aufgegriffen und da die Wirecard Bank bisher geschwiegen hat, möchten wir nun auch die Stellungnahme im Wortlaut veröffentlichen, welche uns die Bank am heutigen Nachmittag hat zukommen lassen.

Darin bekräftigt die Wirecard Bank AG unter anderem, dass sie keinen Ausfall der Zahlungsabwicklung erwartet und nochmals, dass die Kundeneinlagen abgesichert seien. Außerdem bestätigt man, dass man sich mit Visa und Mastercard in Gesprächen befindet. Die beiden Unternehmen hatten erwägt, die Kooperation mit der Wirecard einzustellen.

Info

Bitte beachtet, dass die Geschehnisse rund um Wirecard derzeit sehr dynamisch sind und sich stetig ändern können. Sobald es neue Informationen gibt, versuchen wir diese zeitnah im Blog zu veröffentlichen bzw. in den entsprechenden Beiträgen als Update zu ergänzen.

Stellungnahme der Wirecard Bank AG

Angesichts der aktuellen Ereignisse möchten wir darauf hinweisen, dass die Wirecard Bank AG nicht Teil des Insolvenzverfahrens der Wirecard AG ist.

Die BaFin hat für die Wirecard Bank AG bereits einen Sonderbeauftragten eingesetzt. Die Freigabeprozesse für alle Zahlungen der Bank liegen seitdem ausschließlich innerhalb der Bank und nicht mehr auf Gruppenebene. Mittelabflüsse an die insolvente Wirecard AG und Tochtergesellschaften sind unterbunden.

Wir erwarten keinen Ausfall unserer operativen Prozesse bei der Zahlungsabwicklung für unsere Handelspartner. Mit unseren Partnern wie Visa und Mastercard stehen wir im intensiven Informationsaustausch.

Erneut weisen wir darauf hin, dass Einlagen bei der Wirecard Bank AG in zwei Stufen gesichert sind: Einlagen bis zu 100.000 Euro von Privatpersonen ebenso wie von Personen- oder Kapitalgesellschaften sind pro Kunde durch die gesetzlich vorgeschriebene Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) abgesichert. Hiervon ausgenommen sind Einlagen u. a. von Kreditinstituten und institutionellen Einlegern wie Versicherungsfonds, Finanzdienstleistern oder der öffentlichen Hand.

Als zweite Stufe der Sicherung ist die Wirecard Bank AG Mitglied im Einlagensicherungsfonds (ESF) des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. (BdB) als freiwillige Einlagensicherung. Die Sicherung der Einlagen bei der Bank durch den ESF beträgt pro Kunde seit dem 1. Januar 2020 15 % der Eigenmittel der Bank gem. Art. 72 CRR. Dies bedeutet für Sie, dass Ihre relevanten Einlagen bei uns bis zu einem Betrag von 19.700.000 Euro (in Worten: neunzehnmillionensiebenhunderttausend) pro Kunde abgesichert sind. Dies ist abrufbar auf der Website des BdB (www.einlagensicherungsfonds.de). Der Betrag ist der Bank vom Prüfungsverband deutscher Banken (PdB) kürzlich nochmals schriftlich bestätigt worden.

Gesichert durch den ESF des BdB werden „Einlagen“, d. h. Guthaben, die sich im Rahmen von Bankgeschäften aus Beträgen ergeben, die auf einem Konto verbleiben, oder aus Zwischenpositionen resultieren, von der Bank zurückzuzahlen sind, eine Laufzeit von weniger als 18 Monaten aufweisen und weder durch eine Anleihe verbrieft sind noch über die ein Schuldschein ausgestellt wurde. In den Sicherungsbereich einbezogen sind grundsätzlich Gläubiger, die natürliche Personen sind (auch wenn im Rahmen ihres Handelsgewerbes tätig) sowie Personenhandelsgesellschaften und juristische Personen. Ausgenommen sind jedoch Gläubiger, wenn es sich bei ihnen um Kreditinstitute, Finanzinstitute, Wertpapierunternehmen oder Gebietskörperschaften, also etwa Bund, Länder und Gemeinden, handelt. Wegen der weiteren, bedeutsamen Einzelheiten dürfen wir auf § 6 des Statuts des ESF des BdB verweisen […].

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