Skoda schließt günstiges Elektroauto weiter aus

Skoda orientiert sich bei seinen Elektroautos gerne an VW, der Konzern nutzt bei der Entwicklung die Skaleneffekte und verteilt die Kosten auf mehrere Marken. In diesem Jahr kommen zum Beispiel vier kompakte Elektroflitzer, darunter der Epiq von Skoda, der ein Pendant zum VW ID Cross ist und bei Seat gebaut wird.
Nächstes Jahr werden wir dann den VW ID.1 bzw. VW ID Up sehen, aber da macht Skoda nicht mit. Man hat schon letzten Sommer bestätigt, dass man derzeit eher kein Interesse an so einem Modell habe und diese Meinung hat sich nicht geändert, so Martin Jahn bei Auto Express. So ein günstiges Elektroauto lohnt sich nicht.
Bei Skodas sieht man „keine Möglichkeit, ein solches Auto rentabel zu produzieren“ und daher gibt es „derzeit keine Pläne für ein kleineres Elektroauto als den Epiq“.
Schade, denn das alte Elektro-Trio (Up, Mii und Citigo) war durchaus beliebt und nicht jeder mag VW als Marke. Apropos Mii, bei Seat deutet sich so ein Modell im Moment auch nicht an, aber Seat ist wieder ein ganz anderes Thema. Sicher ist, für den Moment jedenfalls, dass nur VW ein wirklich günstiges Elektroauto plant.
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Heißt also, Skoda will eher im Premium-Segment bleiben – so wie gefühlt nahezu jeder andere Hersteller auch mittlerweile.
Wäre es nicht sinnvoller, jetzt eine möglichst breite Käuferschicht anzusprechen, die zu langfristigen Kunden werden könnten und dann beim nächsten Mal eher weiter oben in die Modellpalette greifen würden? Oder stell ich mir das gerade nur viel zu einfach und an der Realität vorbei vor? 🤔
Nein, das ist eine valide Strategie, welche die Volumenmarken im VW-Konzern ja auch viele Jahre so handhabten, selbst Mercedes oder BMW wurden recht „günstig“. Aktuell kostet der Wandel nur sehr viel Geld und da muss man abwägen, wo man Gewinnmarge wegnimmt. Ich würde es als Volumenmarke auch immer machen, vor allem, da VW ja sowieso die Basis entwickelt und man nicht die vollen Kosten für so ein Modell hätte, und finde es schade, dass Skoda und Seat da nicht mitziehen.
Die Logik, das ausgerechnet die zweitteuerste Marke des Konzern als einzige das „Billligauto“ anbietet, die hat VW aber auch echt exklusiv, oder?
Hochmut kommt vor dem Fall. Letztendlich bestimmt der Kunde, was der Hersteller produziert.