Der Deutsche Bahnkunden-Verband kritisiert den neuen Tankrabatt und fordert stattdessen mehr Geld für Deutschlandticket und ÖPNV.
Bund und Länder wollen Benzin und Diesel vom 1. Oktober bis Jahresende steuerlich um bis zu 17 Cent je Liter verbilligen. Das Entlastungsvolumen beträgt rund 2,5 Milliarden Euro. Der Deutsche Bahnkunden-Verband (DBV) hält diesen Ansatz für wenig zielgerichtet und klimapolitisch problematisch.
Verband fordert gezielte Entlastungen und stabilen Ticketpreis
Nach Ansicht des DBV profitieren Haushalte mit hoher Pkw-Nutzung stärker von der allgemeinen Entlastung. Zudem verweist der Verband auf mögliche Mitnahmeeffekte in der Mineralölwirtschaft. Die Bundesregierung vertritt dagegen die Position, dass frühere Steuersenkungen weitgehend bei den Verbrauchern angekommen seien.
Der DBV schlägt vor allem drei Alternativen vor:
- gezielte Treibstoffzuschüsse für besonders betroffene Gruppen,
- keine Preiserhöhung beim Deutschlandticket zum 1. Januar 2027,
- einen stärkeren Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs.
Der Verband fordert zudem eine langfristige Finanzierung des Deutschlandtickets durch Fahrgäste, Bund und Länder zu gleichen Anteilen. Ein besseres ÖPNV-Angebot soll zugleich eine attraktivere Alternative zum Auto schaffen.
Ich halte die Debatte über die Zielgenauigkeit für wichtig. Ein Tankrabatt kann Autofahrer kurzfristig spürbar entlasten. Gleichzeitig bleibt die Frage, welche Maßnahmen über die akute Preiskrise hinaus Mobilität bezahlbar und verlässlich machen.
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