Telefónica Deutschland und Partner haben Smart-Meter-Gateways erstmals erfolgreich über 5G RedCap und 700 MHz angebunden.
E.ON Grid Solutions, Westnetz, Telefónica Deutschland und Power Plus Communications haben dafür einen Ende-zu-Ende-Test durchgeführt. Ein RedCap-fähiges Gateway von PPC kommunizierte über das Telefónica-Netz mit den Backend-Systemen des Messstellenbetreibers.
5G RedCap soll LTE bei Smart Metern langfristig ergänzen
Besonders relevant ist das verwendete 700-MHz-Band. Die niedrige Frequenz bietet eine vergleichsweise hohe Reichweite und gute Gebäudedurchdringung. Das kann bei Smart Metern helfen, da Gateways häufig in Kellern und anderen funktechnisch schwierigen Bereichen installiert sind.
Die wichtigsten Punkte des Tests:
- Ende-zu-Ende-Verbindung vom Gateway bis zum Backend
- Mobilfunkanbindung über das 700-MHz-Band
- Reduzierte Komplexität und geringerer Energiebedarf gegenüber klassischem 5G
- Perspektive für den Übergang von LTE zu 5G
RedCap steht für „Reduced Capability“ und richtet sich an Anwendungen mit moderatem Datenbedarf. Nach Angaben der Partner sollen nun Netzverfügbarkeit, verschiedene Einbauorte und das Zusammenspiel der beteiligten Systeme genauer ausgewertet werden. Die Ergebnisse fließen anschließend in die weitere Produktentwicklung ein.
Ich halte den Ansatz für sinnvoll. Gerade beim jahrelangen Betrieb von Smart-Meter-Gateways zählt weniger maximale Geschwindigkeit als zuverlässiger Empfang und langfristige Netzunterstützung. Ob RedCap beim großflächigen Rollout tatsächlich Vorteile bringt, müssen jetzt größere Feldtests zeigen.
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