Trinkgeld unter Druck: Warum Terminals für viele zum Problem werden

Das digitale Trinkgeld sorgt für wachsenden Ärger bei vielen Kunden und das System wirkt auf viele wie eine stille Bevormundung durch Vorgaben am Kartenterminal.
Laut einer neuen Bitkom-Erhebung finden nur 29 Prozent vorgeschlagene Trinkgeldbeträge praktisch. Zwei Drittel berichten sogar, dass sie dadurch mehr geben als geplant.
Besonders kritisch ist, dass 68 Prozent es nicht akzeptieren, wenn am Terminal nur Optionen ab 10 Prozent angeboten werden, was viele als Druck empfinden.
Trinkgeld am Kartenterminal als umstrittene Praxis
Die Funktion ist laut Bitkom inzwischen weit verbreitet, stößt aber auf deutliche Skepsis. Gerade ältere Menschen zeigen mit 22 Prozent Zustimmung wenig Akzeptanz. Insgesamt ist die Gesellschaft gespalten, auch weil nur 52 Prozent darauf vertrauen, dass das Geld vollständig beim Personal ankommt.
Zentrale Kritikpunkte im Überblick
- Gefühl von Druck durch vorgegebene Beträge
- Unklare Transparenz bei der Weitergabe an Personal
- Eingeschränkte Entscheidungsfreiheit für Kunden
- Unterschiede im Vertrauen zwischen Altersgruppen
Zwar halten 55 Prozent digitale Trinkgeldoptionen grundsätzlich für sinnvoll, doch die Kritik an der Umsetzung ist deutlich. Laut Bitkom ist besonders problematisch, dass voreingestellte Optionen Entscheidungen lenken und somit das Verhalten beeinflussen können.
Ich selbst halte diese Entwicklung für kritikwürdig, da sie das freiwillige Prinzip des Trinkgelds unterläuft und Kunden subtil in eine Richtung drängt, die sie so nicht bewusst gewählt hätten.
Empfindet ihr vorgeschlagene Trinkgeldbeträge am Kartenterminal als praktische Hilfe oder als unangemessenen Druck?
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Ich kann in keine Kneipe mehr 🫤
Ich auch nicht 😪
Bis jetzt kam mir das noch nicht unter.
Falls das doch mal vorkommen sollte, gäbe es von mir überhaupt kein Trinkgeld.
Pech gehabt. Ich entscheide wieviel ich geben möchte und nicht der Wirt!
Ich verstehe immer nicht, wie man sich von sowas genötigt fühlen kann, mehr zu bezahlen. Wie labil muss man da sein?
Wenn der passende Betrag angezeigt wird klicke ich drauf, ansonsten wird der Betrag manuell angepasst. Geht das nicht, gibt’s auch kein Trinkgeld.
Ich fände es richtig gut, wenn auch mal ein Minusbetrag vorgeschlagen wird. Der Service ist oft so grottenschlecht, da wären -10% angebracht 😁
Versuche das mal, wenn die Mitarbeiter dir das Gerät direkt vor der Nase halten und sie sehen können, wenn du 0 % Trinkgeld wählst. 😅
Ich sehe leider in der Buchhaltung, dass weniger seriöse Gastronomen, dass Trinkgeld gar nicht an Ihre Mitarbeitern weitergeben.
Auch gebe ich auch nur Trinkgeld, wenn eine Leistung mir erbracht wurde.
Daher gebe ich auch für ein Bier direkt von der Theke abholen kein Trinkgeld.
Ja, das stimmt. Die Transparenz ist selten vorhanden. Ich Frage gerne auch mal nach, was eigentlich mit dem Trinkgeld passiert.
Trinkgeld ist legale Steuer- und Abgabenvermeidung. Das bewahrt Gastronomen, Lieferdienste u. a. einschlägige Branchen ihre Mitarbeiter anständig zu bezahlen. „Ich zahle nur Mindestlohn. Du hast ja das steuerfreie Trinkgeld.“
Diese Aufforderung führt bei mir in 100 % der Fälle dazu, dass ich gar kein Trinkgeld gebe. Wer als Händler oder Gastronom so frech und so druckvoll Trinkgeld verlangt, bekommt gar nichts.
yes, ich genauso. Weil dann fehlt die Freiwilligkeit.
ich tippe auf kein Trinkgeld und hinterlasse meinen Tip in Bar beim Kellner. Vorgeschlagene Werte interessieren mich nicht.