UleFone Be Pro ausprobiert + Gewinnspiel

UleFone Be Pro Test_2

Im asiatischen Raum boomt der Smartphone-Markt nicht nur bei den bekannten Herstellern, wie Samsung oder HTC. Auch kleinere Gerätebauer bekommen immer mehr Marktanteil und wagen es über kurz oder lang, mit ihren Produkten auch nach Europa oder in die USA zu gehen. Ganz soweit ist man bei UleFone noch nicht und so muss man sich, sofern man sich für mein Testgerät in diesem Artikel interessiert, an Händler aus Übersee wenden.

Ich habe von Gearbest das Android-Phone „Be Pro“ bekommen, welches ich euch hier näher vorstellen möchte.

Vorwort

Das UleFone Be Pro macht auf dem Papier keinen schlechten Eindruck. Ein Quadcore-Prozessor neuerer Generation mit 1,5 Ghz, eine 13 MP Kamera mit Sony Sensor, ein starker Akku und ein guter Preis von umgerechnet rund 154 €uro, bringen einen Mittelklasse-Androiden ins untere Marktpreissegment und richtet sich somit auch an Einsteiger. Abstriche gibt es auf den ersten Blick eher wenige. Das hat sich in meinem Praxistest allerdings nicht immer bestätigt. Damit steigen wir auch direkt ein und schauen uns einmal die guten Seiten des Gerätes an.

UleFone Be Pro Test_4

Ganz gut

Als ganz gut empfand ich vom ersten Auspacken hinweg die Verarbeitung des Gerätes. Nichts knarzt, der Metallrahmen um das 156,5 mm x 77,8 mm x 10,2 mm Große Gehäuse verleiht dem Gerät einen schicken Look und wenn das Rück-Cover einmal aufgeklippst ist, sitzt es bombenfest. Leider besitzt das Standard-Cover keinen Soft-Touch und das von mir im Video erwähnte Sandstone Black Cover gehört wohl nicht zum Standard-Lieferumfang des Gerätes. Schade, denn dies hinterlässt bei mir einen fantastischen Eindruck und erinnert auch im Handling stark an das Oneplus One.

Ebenso unter „ganz gut“ läuft auch das 5,5″ IPS Display, welches eine ordentliche Helligkeit bietet, angenehme Kontraste und mit einer 720p-Auflösung aufwarten kann. Lediglich bei den Blickwinkeln und den Farben hätte ich etwas Kritik anzubringen. Die Farben sind beispielsweise für meinen Geschmack zu stark gesättigt und die Blickwinkel könnten besser sein, gehen aber noch. „Ganz gut“ ist auch die passende Umschreibung für die Speichersituation am Gerät. Nach Inbetriebnahme der 16GB-Version stehen dem Anwender rund 15GB zur Verfügung und lässt sich mittels MicroSD-Karte um 64GB aufstocken.

Ebenfalls in Ordnung geht die Dual-SIM Funktion, mit den beiden Unterschiedlichen Größen. So könnt ihr eine Mini-SIM-Karte als Hauptkarte einlegen und eine Micro-SIM-Karte als Nebenkarte. Die Konnektivität des Gerätes, welches sogar LTE-fähig ist, braucht sich nicht zu verstecken, ich hatte überall wo ich war ganz guten Empfang.

UleFone Be Pro Test_5

Ziemlich gut

Ziemlich gute Arbeit leistet die Hardware im täglichen Handling. Youtube, Games, Mail, den meisten Aufgaben des Alltages ist das Be Pro gewachsen und ich habe bei meiner Nutzung keine Micro-Ruckler oder Gedenksekunden feststellen können. Der Mediatek-Prozessor werkelt flott vor sich hin und die 2GB RAM erledigen den Rest. So wünscht man es sich immer besonders von Einsteiger-Geräten.

Ebenfalls ein dickes Lob muss ich dem Akku aussprechen. Bei intensiver Nutzung komme ich auf 4 Stunden Display-On und rund 20 Stunden Gesamtlaufzeit. Ebenfalls ziemlich gut ist die Implementierung von Vanilla Android auf dem Be Pro. Kein Extra-Launcher, keine Bloat-Apps sondern nur reines Android-Vergnügen erwarten den Anwender.

Nicht so gut

Kommen wir also nun zu den kleinen und großen Schattenseiten des Gerätes. Beginnend mit den kleinen ist hier auf jeden Fall mal die Update-Politik zu erwähnen. Das Be Pro wird auf der Seite groß mit Android 5.0 Lollipop beworben.

Lollipop-Luege

Etwas kleiner schreibt man dann, es wäre „Lollipop Ready“ und kündigt ein Update für Februar 2015 an. Schauen wir kurz auf die Uhr. Aha. Das war wohl nichts und ich erwarte vom Hersteller da baldiges Nachbessern. Ebenfalls negativ aufgefallen ist mir ein sehr strenger Plastik-Geruch, welcher sich aber nach einem Tag verzogen hatte. Eher kleinere Abstriche bekommt das Be Pro bei mangelnden Übersetzungen in den Einstellungen.

Richtig mies

Wie ich schon vom ersten Einschalten der Kamera bemerkt habe, ist selbige wirklich nicht gut und lies mich direkt an der Qualität des Sony-Sensors zweifeln. Aber Pustekuchen, denn bei Ulefone belügt man gerne mal seine Kunden. Nicht nur, dass man den beworbenen Sony-Sensor gar nicht verbaut und sich dafür öffentlich entschuldigt hat. Nein, man hat auch bei den Megapixeln gelogen. Wie die Kollegen bei mobilegeeks recherchiert haben, weisen die „Device Properties“ eindeutig eine 8MP Rückseitenkamera und eine 5MP Frontkamera aus.

SonyLüge

Um auf die beworbenen Zahlen zu kommen wird mächtig interpoliert und das sieht man den Fotos für meinen Geschmack auch richtig an. Diese sind teilweise grisselig und nur bei wirklich guten Lichtverhältnissen auch zu gebrauchen. Zumindest, wenn man mehr damit machen möchte als Essen zu fotografieren. Da einzige, was die Kamera durchaus richtig macht, ist die geringe Naheinstellgrenze für Bilder. Aber das war es dann auch schon.

Der Vibrationsmotor im Be Pro hat mich überrascht, das haptische Feedback und die Vibrationen bei einem Anruf sind straff und gut spürbar. Die Gesprächsqualität im Netz der deutschen Telekom ist von HD zwar weit weg, langt aber für den neusten Tratsch und Klatsch mit den Kollegen durchaus. Die Lautstärke des verbauten Lautsprechers finde ich richtig gut, der Klang ist nicht so hohl und blechern, wie man das bei anderen chinesischen Einsteiger-Geräten gewohnt ist.

UleFone Be Pro Test_3

An der Kamera habe ich ja bisher kein gutes Haar gelassen, dennoch sollte nicht unerwähnt bleiben, das der HDR-Modus ganz gut und nicht zu aggressiv arbeitet und der Autofokus schnell und sicher trifft. Auch die geringe Naheinstellgrenze der Kamera von geschätzten rund zehn Zentimetern ist gut und für Macro-Aufnahmen ganz brauchbar. Testfotos gibt es wie üblich bei Google+.

Die Klingeltöne lassen sich leider nicht für jede der beiden SIM-Karten einzeln einstellen, dafür benötigt es extra-Software aus dem Playstore.

Software

[galleria]

[/galleria]

UleFone Be Pro Videotest

Abonnieren-Button YouTube

Fazit

Wer sich bei gearbest mit einem UleFone Be Pro versorgen will der kommt mit dem Gutscheincode „BePro“ auf einen Preis von rund 130€. Dafür bietet das Gerät eine ordentlich werkelnde Hardware, gute Verarbeitung und ein tolles Handling. Das Display, LTE-Konnektivität, Dual-SIM Funktion, pures Android und eine Notification-LED runden das Paket ab. Dafür nimmt man eine schlechte Kamera in Kauf, eine ungewisse Update-Situation und dem einen oder anderen Käufer mag auch ein simples Headset fehlen, welches dem Lieferumfang nicht beiliegt.

Ich kann dem UleFone Be Pro nur bedingt eine Kaufempfehlung aussprechen. Käufer in Deutschland müssen nämlich auf den Preis noch Einfuhrumsatzsteuer bezahlen, das sind, inklusive DHL-Gebühren rund 45 €uro. Damit wären wir bei einem Preis von rund 175 €uro, ein Bereich, in dem man schon ein Motorola Moto G bekommt oder auch gebrauchte Oneplus One Geräte für ein paar €uro mehr.

Wer allerdings das erste Smartphone für die Kids sucht, ein Zweitgerät zum Fahrradfahren oder ähnlichem, der liegt mit dem Be Pro durchaus nicht ganz verkehrt. Akkuleistung und CPU Performance sprechen da eine klare Sprache.

Was sagt ihr zum großen China-Phone?

Gewinnspiel

Bevor ihr euch jetzt auf die Socken macht und euch ein UleFone importiert, habe ich eine gute Nachricht für euch. Wir schenken euch eines. Frei von allen Gebühren, kostenlos und mit viel Freude. Noch dazu bekommt ihr das „Sandstone Black“ Cover, welches bei einem Import so nicht dabei ist :) – Alles was ihr dafür tun müsst, ist, mir in einem Kommentar zu sagen, warum gerade ihr das Be Pro haben wollt.

Dabei gibt es keine falschen Antworten, aber die Aufgabe soll erledigt sein. Das Teilen in soziale Netzwerke ist keine Pflicht, wäre aber dennoch nett.

Teilen

Der Gewinner wird mit random.org ermittelt. Das Gewinnspiel läuft bis Freitag, 3.4.2015 um 20:00 Uhr. Viel Glück!

Teilen

Hinterlasse deine Meinung
Du kannst auch als Gast kommentieren (Anleitung). DISQUS respektiert „Do Not Track“ und bietet einen Datenschutz-Modus an. Informationen zum Datenschutz auf mobiFlip.de findest du hier.