Das Kraftfahrt-Bundesamt meldet für Januar 2026 sinkende Pkw-Neuzulassungen bei gleichzeitigem Wachstum elektrifizierter Antriebe.

Im Januar 2026 wurden in Deutschland 193.981 Personenkraftwagen neu zugelassen, was einem Rückgang von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Der gewerbliche Anteil lag bei 69,8 Prozent (+2,1 Prozent), während private Neuzulassungen 30,2 Prozent ausmachten (-14,4 Prozent).

Bei den deutschen Marken verzeichnete Opel den stärksten Zuwachs (+27,4 Prozent) und kam auf einen Anteil von 4,6 Prozent. Ebenfalls zweistellig legten Porsche (+23,3 Prozent bei 1,5 Prozent Anteil), MAN (+22,4 Prozent/0,1 Prozent) und MINI (+18,1 Prozent/1,4 Prozent) zu.

Rückgänge meldeten unter anderem VW (-17,5 Prozent/19,7 Prozent), Mercedes (-6,5 Prozent/9,5 Prozent) und Audi (-4,0 Prozent/7,2 Prozent), wobei VW anteilsstärkste Marke blieb.

Segmente, Antriebe und weitere Fahrzeugmärkte im Januar 2026

SUVs stellten mit 32,5 Prozent trotz eines leichten Minus von 0,6 Prozent das stärkste Segment. Es folgten Kompaktklasse (15,2 Prozent/-12,5 Prozent), Kleinwagen (12,6 Prozent/-2,1 Prozent) und Geländewagen (12,3 Prozent/-13,9 Prozent).

Wohnmobile wuchsen um 11,8 Prozent auf 2,1 Prozent Marktanteil, während Oberklasse (-28,5 Prozent/0,6 Prozent) und Vans deutliche Rückgänge zeigten.

Antriebsarten im Überblick (Anteil/Veränderung) Januar 2026:

  • Hybride: 79.996 Fahrzeuge (41,2 Prozent/+3,9 Prozent)
  • Plug-in-Hybride: 21.790 Fahrzeuge (11,2 Prozent/+23,0 Prozent)
  • Elektro (BEV): 42.692 Fahrzeuge (22,0 Prozent/+23,8 Prozent)
  • Benzin: 43.695 Fahrzeuge (22,5 Prozent/-29,9 Prozent)
  • Diesel: 27.309 Fahrzeuge (14,1 Prozent/-17,1 Prozent)

Der durchschnittliche CO₂-Ausstoß der neu zugelassenen Pkw lag bei 102,4 g/km (-9,9 Prozent). Insgesamt kamen 225.932 Kraftfahrzeuge (-6,5 Prozent) und 14.043 Anhänger (-13,7 Prozent) neu in den Verkehr. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt wechselten 567.942 Kfz (-10,9 Prozent) den Halter.

Ich nehme die Zahlen als Hinweis darauf wahr, dass sich der Markt trotz rückläufiger Gesamtzulassungen weiter in Richtung elektrifizierter Antriebe verschiebt, während klassische Segmente und Verbrenner an Bedeutung verlieren.


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  1. Robbe 🪴

    Ich lese aus den Zulassungszahlen: Der Verkauf von Neuwagen an Privatpersonen ist erheblich rückläufig. Ein Grund könnte sein, dass die Leute es sich nicht mehr leisten können. Es wurden „nur“ rund 58.000 Autos von Privatpersonen neu zugelassen. Das könnte bei der wirtschaftlichen Entwicklung noch weiter zurückgehen. Und die Händler tragen mit ihrem Auftreten ggü. Privatkäufern auch nicht zum Aufschwung bei…

  2. Sebastian 🌟

    Verbrenner verlieren an Bedeutung, ja, aber nur bei *Neuzulassungen*. Wenn man sich hier https://www.kba.de/DE/Statistik/Fahrzeuge/Umwelt/umwelt_node.html ganz unten den Bestand anguckt (ist noch nicht auf 2026 aktualisiert, aber ich würde keine Wunder erwarten), haben zwar Hybride und BEV einen Aufwärtstrend und Verbrenner einen Abwärtstrend, jedoch ist klar was nach wie vor keine wirkliche Bedeutung hat, wenn Hybride+BEV zusammen davon nur 10% ausmachen.

    Die blanken Neuzulassungen sind damit nur Augenwischerei, die darüber hinwegtäuschen soll, dass auch da in Deutschland einfach mal gar nichts vorwärts geht und Elektromobilität weiterhin einfach nicht attraktiv genug ist für die breite Masse.

    1. BenBoogie 👋

      Nennt sich das nicht Nokia Syndrom?

      So ähnlich haben die Fans der Finnen damals auch argumentiert und sich die Zahlen schön geredet als iOS / Android immer stärker wurden.

      Und ich wette bei den ersten Autos haben die Pferdekutscher genau so einen Blödsinn verzapft. 😉

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