Vierte Insolvenz seit 2020: Galeria steckt wieder in der Krise
Die Warenhauskette Galeria hat wegen erheblicher Liquiditätsprobleme zum vierten Mal seit 2020 Insolvenz beantragt.
Der Antrag wurde am Freitagvormittag beim Amtsgericht Düsseldorf gestellt. Galeria bestätigte den Schritt. Nach Informationen des „Handelsblatts“ waren die Umsätze zuletzt massiv eingebrochen. Das Unternehmen will mit dem Verfahren seine finanzielle Situation ordnen und den Geschäftsbetrieb stabilisieren.
Galeria-Insolvenz trifft rund 12.000 Mitarbeiter
Unternehmenskreisen zufolge ist eine Regelinsolvenz vorgesehen. Eine erneute Eigenverwaltung soll es demnach nicht geben. Als Insolvenzverwalter wurde offenbar Frank Kebekus vorgeschlagen.
Die wichtigsten Fakten zur neuen Galeria-Krise:
- Es ist die vierte Insolvenz seit 2020.
- Rund 12.000 Mitarbeiter sind betroffen.
- Am Donnerstagabend fand ein Krisentreffen der Gesellschafter statt.
- Leitende Mitarbeiter wurden gegen 20.30 Uhr informiert.
Besonders kritisch ist die Lage für die Belegschaft. Experten halten es für äußerst unwahrscheinlich, dass die rund 12.000 Beschäftigten erneut Insolvenzgeld erhalten. Auch ein endgültiges Aus der Warenhauskette gilt diesmal als möglich.
Ich denke, die vierte Insolvenz innerhalb weniger Jahre zeigt, wie schwierig eine dauerhafte Sanierung von Galeria geworden ist. Jeder mit gesundem Menschenverstand fragt sich einfach nur noch, wie lange will man diesen Scheintoten noch künstlich am Leben halten?
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Kein Mitleid für die Mitarbeiter. Wer aus den vorherigen Insolvenzen nichts gelernt hat und sich keine neue Arbeitsstelle gesucht hat ist selber schuld.
Sorry, aber macht den Laden endlich dicht.
Galeria ist strukturell zu ineffizient und zu teuer aufgestellt, um sich langfristig am Markt halten zu können.
Das Geschäftsmodell von Galeria ist leider zunehmend überholt.
Ich kaufe selbst gerne und viel stationär, aber bei Galeria ist das Angebot inzwischen sehr überschaubar geworden. Auch das Sortiment trifft aus meiner Sicht vielfach nicht mehr den aktuellen Markt und die Bedürfnisse der Kunden.
Und wie oft will man den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eigentlich noch eine Insolvenz zumuten? Irgendwann muss man doch ehrlich feststellen, dass dieses Geschäftsmodell offenbar keine nachhaltige Perspektive mehr hat.
Lieber einmal konsequent harte Einschnitte vornehmen, als die Beschäftigten immer wieder mit der nächsten Insolvenz und der damit verbundenen Unsicherheit oder wieder einmal mit Einschnitten zu konfrontieren.
Schuld sind auch mitunter die schweineteuren Mietverträge weil sie eben in der Innenstadt sind