158.000 Mobilfunkkunden weniger: Vodafone prüft neue Sparmaßnahmen

Vodafone prüft mit Unterstützung von McKinsey weitere Einsparungen und eine organisatorische Neuaufstellung in Deutschland.

Die Unternehmensberatung sucht laut „WirtschaftsWoche“ bereits seit März nach Einsparpotenzial. Vodafone bestätigte, Sach-, Betriebs- und Personalkosten zu prüfen. Entscheidungen seien bislang nicht getroffen worden.

Vodafone nimmt Kosten und Vertrieb unter die Lupe

Der Spardruck trifft Vodafone nach weiteren Kundenverlusten. Im jüngsten Quartal gingen 158.000 Mobilfunkkunden verloren, darunter 85.000 Vertragskunden. Im Breitband waren es 98.000 und im TV-Geschäft 55.000 Kunden.

Mehrere Bereiche könnten bei den Prüfungen eine Rolle spielen:

  • 2024 kündigte Vodafone bereits den Abbau von 2.000 Stellen an.
  • Zum Vertrieb gehören 700 Partneragenturen und 1.500 Fachhändler.
  • Vodafone betreibt zusätzlich 140 eigene Standorte.
  • Provisionen können bei einzelnen Mobilfunkverträgen bis zu 800 Euro erreichen.

Vodafone nennt einfachere Strukturen, schnellere Prozesse und künstliche Intelligenz als mögliche Hebel. Eingespartes Geld soll unter anderem in Glasfaser sowie Cloud- und Security-Angebote fließen.

Ich finde die erneute Kostenprüfung angesichts des Kundenschwunds nachvollziehbar. Entscheidend wird aber sein, ob Vodafone tatsächlich effizienter wird, ohne Service, Netzausbau und Kundengewinnung weiter unter Druck zu setzen. Wenn das nicht gelingt, begibt man sich in einen Teufelskreis, der nur schwer zu durchbrechen sein wird.

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