Der Autobauer Volkswagen meldet einen deutlichen Gewinneinbruch und erreicht bei der Profitabilität ein Niveau wie zuletzt während der Dieselkrise.
Das operative Ergebnis des Konzerns sank im vergangenen Geschäftsjahr laut Unternehmensangaben auf 8,9 Milliarden Euro und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr etwa halbiert. Der Umsatz blieb mit rund 322 Milliarden Euro nahezu stabil, dennoch fiel die operative Marge deutlich auf 2,8 Prozent. Eine ähnlich niedrige Rendite hatte Volkswagen zuletzt im Jahr 2016 während der „Abgaskrise“ erzielt.
Mehrere Faktoren belasteten die Ergebnisse des Konzerns. Dazu zählen Abschreibungen bei der Sportwagentochter Porsche, schwächere Verkaufszahlen in China, geopolitische Risiken sowie hohe Restrukturierungskosten. Hinzu kommen laut Unternehmensangaben steigende Kosten für Elektroautos, deren Produktion weiterhin teurer ist als bei klassischen Verbrennern.
Cashflow von Volkswagen sorgt für Diskussionen
Neben dem Gewinneinbruch steht vor allem der überraschend starke Cashflow im Fokus. In der Autosparte erreichte der Netto-Cashflow laut Konzernangaben 6,4 Milliarden Euro. Das liegt deutlich über früheren Erwartungen des Managements, das zuvor nur mit einem Wert nahe der Nulllinie gerechnet hatte.
Der Mittelzufluss ist für den Konzern wichtig, da er Einfluss auf Kreditwürdigkeit, Finanzierungskosten und mögliche Dividendenzahlungen hat. Gleichzeitig sorgt er für Diskussionen innerhalb des Unternehmens. Arbeitnehmervertreter fordern laut Berichten, dass auch die Belegschaft stärker profitieren soll, während der Konzern gleichzeitig einen Sparkurs verfolgt.
- Zum Nachlesen: VW Geschäftsbericht 2025 (PDF)
Ich halte die Entwicklung für ein deutliches Signal, dass Volkswagen mitten in einer schwierigen Phase des Umbaus steckt. Besonders die Kombination aus sinkender Marge und gleichzeitig hohen Investitionen dürfte den Konzern noch einige Zeit beschäftigen.
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