Volkswagen startet Mega-Stromspeicher und mischt plötzlich im Energiemarkt mit

Bild: Volkswagen Group Charging GmbH

Der Volkswagen Konzern nimmt in Salzgitter einen Großspeicher in Betrieb und startet über seine Tochter Elli erstmals aktiv den Energiehandel.

Nach mehreren Monaten Bauzeit ist das sogenannte PowerCenter der Volkswagen Group ans Stromnetz angeschlossen worden. Der Batteriespeicher erreicht laut Unternehmensangaben eine Leistung von rund 20 Megawatt sowie eine Speicherkapazität von 40 Megawattstunden. Die Anlage soll überschüssige Energie aufnehmen und bei Bedarf wieder ins Netz einspeisen.

Parallel beginnen Tests für den Energiehandel an der europäischen Strombörse EPEX. Die Energietochter Elli tritt damit erstmals als Betreiber eines stationären Großspeichers und als Marktteilnehmer im Energiesektor auf.

Volkswagen baut Energiegeschäft rund um Batterietechnologie auf

Technologische Grundlage des Projekts sind Batteriesysteme der konzerneigenen Tochter PowerCo. Diese nutzt die sogenannte Unified Cell, eine Standardzelle für Elektrofahrzeuge, die laut Konzern auch für stationäre Speicherlösungen eingesetzt werden kann.

Der Standort Salzgitter soll laut Volkswagen ein geschlossenes Batterie-Ökosystem bilden. Dort werden Zellfertigung, Batteriesysteme, Großspeicher und Energiehandel miteinander verbunden. Der Speicher besteht aus 13 Containeranlagen, die als virtuelles Kraftwerk betrieben werden.

Zentrale Funktionen des PowerCenters

Laut Volkswagen-CEO Oliver Blume sollen Energiespeicher und Energiehandel ein neues strategisches Geschäftsfeld darstellen. Mit Elli, PowerCo und weiteren Konzerneinheiten entstehe ein industrielles Ökosystem aus Batterieproduktion, Energiespeicherung und digitalem Energiehandel.

Ich halte den Schritt für logisch, weil Elektromobilität langfristig nur mit einer stabilen und flexiblen Energieinfrastruktur funktionieren kann. Der Konzern versucht damit offenbar, Mobilität und Energiesystem stärker miteinander zu verzahnen.

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