Nach dem Ende der Diess-Ära kappte Oliver Blume die Software-Pläne und ging die Sache neu an, aber mit einem Partner. Volkswagen investiert viel Geld in Rivian und erhofft sich damit, dass man schon bald eine neue Software-Architektur bekommt.

Bereits mit dem VW ID.1 bzw. VW ID Up soll diese nächstes Jahr starten, was aber laut Insidern sehr unwahrscheinlich sei, so das Manager Magazin. Die Krise ist noch nicht da, aber laut Quelle liegt die Software-Entwicklung hinter den Erwartungen.

Dabei hat man erst vor wenigen Wochen betont, dass die „Architektur der Zukunft“ voll nach Plan läuft und vor allem Audi ist also Konzernmarke darauf angewiesen. Nach der anfänglichen Euphorie soll Verunsicherung im Joint Venture herrschen.

Ein zweites Software-Debakel vermeiden

Ein Ablauf wie bei der PPE-Plattform darf es hier aber nicht geben, denn das war vor allem für Audi und Porsche sehr teuer, da sich wichtige Modelle verzögerten. Dieses Mal muss es besser laufen, auch wenn der Zeitplan extrem eng getaktet ist.

2026 dürfte also ein entscheidendes Jahr werden und auch wenn das Projekt am Ende vielleicht nicht scheitern wird, so gilt der sportliche Zeitplan als unsicher und jede Verzögerung kostet Geld, die der Konzern vom Gewinn abzwacken muss.


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  1. derRichie 👋

    Was bitte ist das wieder für ne Nachricht? Sollte sich das erste VW Fahrzeug mit Zonenarchitektur etwas verzögern, wäre das kein Beinbruch. Schließlich ist man mit dieser E/E Architektur ganz vorne. Nehmen wir nur mal Tesla, das gerne vom Laien als führend angesehen wird. Ist es nicht. Die Tesla haben eine historisch gewachsene Mischung aus zentralen Komponenten und Steuergeräten, sind ganz weit vom SDV entfernt.

  2. Cress 💎

    In Deutschland arbeiten wirklich fähige Programmierer, Projektmanager etc. pp. es muss Gründe geben, wieso es VW mit all dem Geld nicht schafft ein gutes Produkt auf den Markt zu bringen… Ich wünschte, man könnte etwas hinter die Kullissen schauen, was dort alles passiert und wo die wirklichen Probleme liegen. Meine Vermutung: Aufgeblähte, langsame Strukturen, Leute die mitsprechen, aber keine Ahnung haben und es einfach durch zu viele Hände geht.

    Das ist das was ich erlebe: Man kommt einfach nicht ans machen.

    1. Winbert K. 👋

      VW ist wohl, nach allem, was man so hört oder sieht, mehr oder weniger ein Staatsbetrieb und wird er auch geführt.

    2. Dom 🏆

      Ich kann mir nur vorstellen, dass man langjährige Zulieferer nicht vor den Kopf stoßen will oder einfach noch langfristige Verträge hat und die Integration derer einfach unfassbar lange dauert.

  3. Gast 👋

    ROTFL.
    War abzusehen.
    Leute wurden dafür „geschlagen“ als sie genau das voraus sahen.
    Eine Firma zu kaufen die bis jetzt nur Miese gemacht hatte.
    Die noch nix wirklich vorzigbares hat.
    Die bis zum heutigen Tage nur ein Zuschussgeschäft ist.
    Und dann noch im orangenen Land.
    Da war genau das zu erwarten.
    Alles andere wäre eine Überraschung gewesen.

    1. René Hesse ♾️

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    2. Dom 🏆

      Rivian zu unterstellen, dass sie nichts vorzeigbares haben, ist schlichtweg falsch. Ich sehe fast nur noch Amazon Rivian Fahrzeuge hier bei uns rumfahren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht an Rivian liegt, dass VW es nicht gebacken bekommt.

      1. Dieseldieter ☀️

        Du weisst das Amazon das Desaster Rivian beendet hat und nun als Haus und Hoflieferanten Stellantis hat

        https://www.auto-motor-und-sport.de/elektroauto/amazon-stellantis-kooperation-ram-promaster-bev-2023/

  4. Hannes Baumann 👋

    Warum nimmt man nicht einfach Google Auto – so wir Polestar und Renault. Die Software ist fertig, man kann ganz normal den Playstore nutzen für die Apps (man muss also nicht selbst Integrationen für Spotify, YouTube, Netflix usw bauen) und das ganze ist modern und frisch.

    1. Hat man beim Infotainment sogar, nur ohne Google, aber da kommt Android rein (nutzt auch Rivian im Kern). Es geht bei Software aber um mehr bei einem Auto.

      1. Günther 👋

        Absolut, um viel mehr sogar.
        Bremssystem, Antrieb, Fahrassistenz. Alles hochvernetzt und alle sind online – also angreifbar durch cyber crime.
        Dazu kommt, dass die Architektur der Zukunft 100% OverTheAir updatefähig sein muss…
        das Bisschen Infotainment ist nicht die Hürde @Hannes Baumann

  5. Peter ☀️

    Ich kann @Dom nur zustimmen.
    Allerdings hat Tesla auch Jahre der Entwicklung hinter sich, von der andere nur träumen können.
    Trotzdem verstehe auch ich nicht, wie das Multi-Millionen Euro Unternehmen VW es nicht gebacken bekommt, endlich funktioneirende Software zu basteln oder basteln zu lassen 😶

    1. Günther 👋

      Fahre mal bitte einen MEB mit Software ID.S5.6 (aktuell).
      Kaum ein OEM hat Software so gut in den Griff bekommen wie Volkswagen.
      Eine grundlegend neue zonenbasierte Elektronikarchitektur – wie VW es vor hat – ist ein Riesending. Wenn da am Ende ein Jahr Verzug zu Buche steht, ist das eher die Regel als ungewöhnlich. Schau doch mal Fiktion und Wirklichkeit bei Tesla an…
      Aber richtig ist auch, wenn zu viele alternativelose Neuanläufe auf diese Architektur pünktlich angewiesen sind, kann es schmerzhaft werden.

      1. Dom 🏆

        Was ist denn konkret Fiktion und Wirklichkeit bei Tesla? Mein 13 Jahre altes Model S bekommt immer noch Updates.

  6. Dom 🏆

    Das man es nach so langer Zeit und eigenen Schmerzen immer noch nicht sauber hinbekommt, ist schon sehr diletantisch.
    Man kann über Tesla sagen was man will, aber das läuft da einfach.

    1. P45 💎

      Könnte man auch allgemein zur IT Situation in Deutschland und Europa sagen. Weshalb sonst sind wir immer noch komplett von US-amerikanischer Software abhängig? Wenn sich die Orange irgendwann mal so richtig über uns ärgert und seine IT-Konzerne (MS, Meta, Apple, etc.) anweist Europa „den Stecker zu ziehen“, sind wir komplett im Allerwertesten…

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