VW-Insider packt aus: Es geht „um die Rettung von Volkswagen“

Volkswagen Id. Gti Concept

Die Lage bei Volkswagen ist schlecht, das gibt der Chef ganz offen zu. Und diese Woche wird mal wieder über einen Plan für die Zukunft diskutiert, was am Freitag zu einer Eskalation mit der IG Metall führen könnte, da es um Stellenabbau geht.

Volkswagen steht vor einem Fiasko

Doch die Lage ist noch viel schlimmer, als es die aktuellen Zahlen vermuten lassen, denn „die Titanic hat den Eisberg schon gerammt, das Wasser strömt rein“, so ein Insider des VW-Konzerns gegenüber der WiWo. Es geht nicht mehr darum, dass man die Rendite ein bisschen optimiert, es geht „um die Rettung von Volkswagen“.

Dem Magazin liegt ein 147 langes Dokument einer umfangreichen Analyse vor, das ein düsteres Bild zeigt, denn das aktuelle Geschäftsmodell reicht nicht aus, um VW langfristig profitabel zu halten. Volkswagen wollte die Meldung nicht kommentieren.

Laut Quelle steht so ziemlich alles auf dem Prüfstand. Viele Modelle stehen vor dem Aus, Moia soll eingestellt werden, die Zukunft der Software-Sparte Cariad ist unsicher, der Einsatz von Technik aus China in Deutschland wird diskutiert, weil sie besser und günstiger ist, das Management will alles prüfen und zur Not abstoßen.

Das Ziel sei eine Umsatzrendite von 9 Prozent bis 2030, sonst ist nicht genug Geld für die Sanierung von Volkswagen da. Ein Ziel, was in aktuellen Zeiten eigentlich als unrealistisch gilt. Ohne massive Sparmaßnahmen wird es also nicht funktionieren.

Volkswagen stellt vier Werke ein

Vier Werke von Volkswagen stehen vor dem Aus: Die Produktion in Emden und Zwickau soll im Jahr 2031 enden, in Hannover 2032 und in Neckarsulm 2034. Die Modelle werden an andere Werke vergeben, falls die Kosten nicht gesenkt werden.

Ach, und im Bericht wird auch das Ende des Porsche Taycan ab 2030 erwähnt, was wir aber schon wussten. Zuffenhausen baut also bald weniger Autos pro Jahr.

Laut WiWo steht der Konzern vor dem mit großem Abstand größten Umbau in der Geschichte des Unternehmens. Und wenn der Aufsichtsrat nicht mitspielt, dann könnte der Vorstand die VW-Werke einfach „leerlaufen“ lassen, in dem man ihnen kein neues Modell spendiert. Wie gesagt, die Lage droht im Herbst zu eskalieren.

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