Wasserstoff-Lkw im Realitätstest: Mercedes bringt neue Mega-Trucks auf die Straße

Die ersten Mercedes-Benz NextGenH2 Trucks mit Flüssigwasserstoff sollen ab Ende 2026 im realen Fernverkehr eingesetzt werden.

Mit dem geplanten Start im Dezember 2026 gehen die neuen Mercedes-Benz NextGenH2 Trucks erstmals in den praktischen Betrieb. Insgesamt sollen zunächst drei Fahrzeuge schrittweise eingesetzt werden.

Der Start erfolgt mit einer ersten Sattelzugmaschine beim Logistikunternehmen Dachser, zwei weitere sollen bis Mitte 2027 folgen. Die Fahrzeuge sind Teil einer Kleinserie von 100 Einheiten, die Daimler Truck an ausgewählte Kunden ausliefert.

Die Trucks werden von Dachser im Fernverkehr eingesetzt und sollen dort insbesondere auf Reichweite und kurze Betankungszeiten ausgelegt sein. Nach Angaben der Beteiligten ist der Einsatz auch im internationalen Linienverkehr vorgesehen. Die neue Technologie wird damit erstmals unter realen Logistikbedingungen getestet.

Neue Wasserstoff-Technologie für den Fernverkehr im Praxistest

Die Fahrzeuge basieren auf einer Brennstoffzellentechnologie von cellcentric. Dabei erzeugt eine an Bord verbaute Brennstoffzelle aus Flüssigwasserstoff elektrische Energie, die den Elektromotor antreibt. Laut technischen Angaben ermöglicht das System Reichweiten von über 1.000 Kilometern. Gleichzeitig soll das Betanken innerhalb von etwa 10 bis 15 Minuten möglich sein.

Technische und betriebliche Eckdaten

  • Erste drei Fahrzeuge starten ab Ende 2026
  • Kleinserie mit insgesamt 100 Trucks geplant
  • Reichweite von über 1.000 Kilometern möglich
  • Betankungszeit rund 10 bis 15 Minuten
  • Einsatz im nationalen und internationalen Fernverkehr

Die Fahrzeuge sollen zunächst in bestehende Systemverkehre eingebunden werden. Eine Rolle spielt dabei auch die Nähe zu einer geeigneten Flüssigwasserstoff-Infrastruktur im Raum Karlsruhe und Wörth, die für den Testbetrieb genutzt werden kann.

Die Serienproduktion der NextGenH2 Trucks ist für die frühen 2030er Jahre vorgesehen. Bis dahin sollen die Fahrzeuge im realen Betrieb Erkenntnisse über Alltagstauglichkeit, Effizienz und Infrastrukturbedarf liefern.


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  1. rot 🌟

    Ja total. Vor allem mit dem Wirkungsgrad:

    Effizienz: Ein Wasserstoffauto verbraucht viel Energie für die Gewinnung, die Kompression für den Transport sowie für die Stromerzeugung in der Brennstoffzelle. Wasserstoff zu speichern ist sehr aufwändig: Die Speicherung funktioniert gasförmig ausschließlich unter sehr hohem Druck, nämlich 350 oder 700 bar, oder aber in flüssigem Zustand bei sehr tiefen Temperaturen von -253 °C. Der Wirkungsgrad ist darum mit 25 bis 30 % eher niedrig.

    Quelle: https://www.huk.de/fahrzeuge/ratgeber/autokauf/wasserstoffautos.html

  2. Robert 💎

    Eine zukunftsweisende Technologie, sehr gut 👍

    1. Thomas 🔅

      Nein, ineffizient und zu teuer.

      1. Robert 💎

        Was wäre die günstigere Alternative für LKW? Hohe Reichweite, keine lange Zwangspause. Das ist doch genau das, was von der Logistik gewünscht wird. Und die gigantischen Akku in LKWs sind ja auch extrem teuer.

        1. rot 🌟

          Was wäre die günstigere Alternative für LKW? Hohe Reichweite, keine lange Zwangspause

          Schienverkehr. Und lokal auf der letzten Meile dann mit BEV LKWs.

          1. Robert 💎

            lol! In Deutschland erwirtschaften Lkw rund 280,8 Mrd. Tonnenkilometer und decken etwa 75% des Güterverkehrs, die Schiene nur ca. 19%. Das Schienennetz ist nicht für 10× mehr Verkehr ausgelegt und es ist natürlich auch völlig utopisch und realitätsfern, dass sich das irgendwie ändern könnte.

            1. rot 🌟

              Und jetzt noch die Zahlen für Langstrecke und lokale Versorgung bitte. Denn deine Zahlen vermischen das.

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