Zoll-Razzia bei Paketdiensten: Schwerpunktkontrollen laufen heute

Der Zoll führt heute bundesweit Schwerpunktkontrollen in der Paketbranche durch, um Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung aufzudecken.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit ist heute nach Angaben der Generalzolldirektion mit über 2.900 Beschäftigten im Einsatz. Die verdachtsunabhängige Prüfung richtet sich gegen Unternehmen der Kurier-, Express- und Paketbranche. Im Fokus stehen alle Tätigkeiten von der Abholung bis zur Zustellung.
Kontrollen erfolgen durch Befragungen von Beschäftigten sowie durch die Prüfung von Geschäftsunterlagen. Laut Zoll finden Einsätze sowohl bei Zustellern als auch in Depots und Verteilzentren statt. Die Maßnahmen laufen bis in die Abendstunden.
Schwerpunkte der Zollkontrollen in der Paketbranche
Nach Behördenangaben zeigen frühere Prüfungen regelmäßig Verstöße gegen den Mindestlohn von 13,90 Euro je Stunde. Häufig würden Arbeitszeiten nicht vollständig vergütet, etwa Überstunden oder Fahrten zwischen Standorten.
Typische Auffälligkeiten laut Zoll:
- Nicht bezahlte Überstunden und Ladezeiten
- Unterschreitung des gesetzlichen Mindestlohns
- Einsatz von Subunternehmen zur Umgehung von Abgaben
- Verdacht auf Steuerhinterziehung und Beitragsbetrug
Zudem werde Personal häufig aus EU-Staaten oder zunehmend aus Drittstaaten eingesetzt. Erste Ergebnisse der aktuellen Prüfung sollen laut Behörde bis Ende der Woche veröffentlicht werden.
Ich halte diese Maßnahme für ein übliches Instrument der Marktüberwachung, das vor allem Transparenz schaffen und bestehende Regeln durchsetzen soll. Sollten sich aus den Kontrollen interessante Ergebnisse ergeben, werden wir diese aufgreifen bzw. ergänzen.
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Finde ich gut das da immer wieder Kontrollen passieren. In erster Linie für die Arbeitskräfte die dort ausgenommen werden wie die Weihnachtsgans!
Finde ich gut, solche verdachtsunabhängigen Überprüfungen. Wenn ich mir mal vor Augen halte, wie viele kaum oder nicht deutsch sprechende Fahrer DHL, Amazon und Co. seit etlichen Monaten einsetzen, die bei uns im Bürokomplex ausliefern, dann ist das alles andere als feierlich. Vor allem, wenn wir teure Technik bei AMazon bestellt haben und die angeblich „irgendwo im Haus“ abgegeben wurde – und bei Nachfragen dort die auf der Lieferbescheinigung vermerkte Empfangsperson im Urlaub ist.
Hat sich bei dem genannten Fall zwar im positiven Sinne geklärt, aber ändert nichts am grundlegenden Problem des Nicht-Beherrschens der deutschen Sprache, die bei Kurierdiensten meines Erachtens zumindest rudimentär vorhanden sein sollte, gerade wegen Bezeichnungen, Namen, Abgabeorte und dergleichen.