Der Zoll hat nach bundesweiten Kontrollen in der Paketbranche zahlreiche Verstöße und Ermittlungsverfahren festgestellt.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls hat am 6. Mai 2026 bundesweit Unternehmen der Kurier-, Express- und Paketbranche überprüft. Jetzt wurden erste Ergebnisse veröffentlicht.
Mehr als 2.900 Beschäftigte der Hauptzollämter befragten laut Behördenangaben über 7.000 Personen zu ihren Arbeitsverhältnissen und kontrollierten zusätzlich mehr als 500 Geschäftsunterlagen. Im Fokus standen dabei sämtliche Bereiche der Paketlogistik von Transport und Umschlag bis zur Zustellung.
Bereits während der Kontrollen leitete der Zoll nach eigenen Angaben mehr als 50 Strafverfahren sowie rund 330 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. In 32 Fällen trafen die Beamten auf Beschäftigte ohne gültigen Aufenthaltstitel. Gleichzeitig wurden Verfahren gegen Arbeitgeber wegen unerlaubter Beschäftigung eingeleitet.
Zoll meldet zahlreiche Verdachtsfälle in der Paketbranche
Die wichtigsten Ergebnisse der Kontrollen:
- Mehr als 7.000 befragte Beschäftigte
- Über 500 geprüfte Geschäftsunterlagen
- Rund 380 eingeleitete Verfahren
- Mehr als 1.700 Hinweise auf weitere Prüfungen
Besonders häufig ergaben sich laut Zoll Hinweise auf mögliche Verstöße gegen Mindestlohnvorschriften sowie auf das Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen.
Zusätzlich stellten die Kontrolleure zahlreiche Verstöße gegen die Pflicht zur Sofortmeldung und gegen die Ausweismitführungspflicht fest. Der Zoll kündigte an, die aufgefallenen Fälle nun weiter zu prüfen.
Ich finde, die Zwischenbilanz zeigt vor allem, wie groß der Kontrollaufwand in der Paketbranche inzwischen geworden ist. Nachdem bereits im Vorfeld über die Schwerpunktaktion berichtet wurde, liefern die jetzt veröffentlichten Zahlen ein deutlich konkreteres Bild über das Ausmaß der festgestellten Auffälligkeiten.
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