Zollkrise: Porsche denkt doch über US-Werk nach

Porsche ist tief in die Krise gerutscht und hat diese Woche einen Neustart der Marke angekündigt, der das Unternehmen wieder auf Spur bringen soll. Die Frage ist nur, wie man die Probleme angeht, denn da gibt es noch viele offene Fragen.
Wie löst Porsche das US-Problem?
Eine Frage, die bei Porsche für Kopfschmerzen sorgen dürfte, ist der US-Markt. In den letzten Monaten war das ein Anker bei der Nachfrage und hat sich sogar zum größten Absatzmarkt entwickelt. Wären da nicht die US-Zölle, die Geld kosten.
Die VW-Marke bewegt sich auf eine Milliarde zu, die das pro Jahr kostet, da stellt sich so langsam (auch wenn man dies letztes Jahr noch ausgeschlossen hat) die Frage, ob sich ein US-Werk lohnt. Man denkt darüber nach, so Michael Leiters.
Der neue Porsche-Chef hat nach den miserablen Geschäftszahlen verraten, dass ein US-Werk eine Option sei, ganz so leicht ist das aber nicht. Es würde nicht nur sehr viel Geld kosten, der US-Markt ist auch kein optimaler Markt für Zulieferer.
So ein Schritt sei eine „sehr komplizierte Angelegenheit“, denn es würde sich auch die Frage stellen, welche Modelle man dann vor Ort baut, das komplette Portfolio kann man nicht an einem Standort bauen. Die Zölle wären damit also nicht weg.
Der Automarkt ist sehr schnelllebig
Außerdem ist die Lage auf dem Weltmarkt weiterhin schnelllebig und offen, am Ende plant man ein US-Werk und investiert das Geld und Donald Trump macht auf einmal einen „Deal“ und das wäre nicht nötig. Sowas kann sehr schnell gehen.
Da der neue Porsche-Chef einen noch intensiveren Sparkurs angekündigt hat, kann ich mir diesen Schritt nur schwer vorstellen. Auf der anderen Seite wäre ein Werk im größten Absatzmarkt auch nicht ungewöhnlich. Ich will in den nächsten Monaten jedenfalls nicht in der Haut von Michael Leiters stecken, das wird eine harte Phase.
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Vielleicht bin ich ja naiv, aber spielt der Mehrpreis durch Zoll für die Zielgruppe von Porsche überhaupt eine Rolle? Und da keine vergleichbaren Supersportler in den USA gebaut werden, fällt der Zoll ja für alle europäischen Luxusautos an.
Hmm… gute Frage… allerdings könnte ein X5 und X3 die Porsche SUVs schon unter Druck setzen.
Mercedes hat auch ein Werk in USA. Da weiß ich aber nicht, was die da bauen.
… und die Corvette ist mittlerweile auch sehr wettbewerbsfähig…
Glaub bei Ferrari und Co ist das wirklich egal… aber wie ich zuletzt bereits geschrieben habe, hat Porsche aus meiner Sicht, leider nicht mehr das Image…. Und die paar limitierten 911er machen den Braten auch nicht fett
Und ein Grund für den 911er ist ja eben auch „Made in Germany“.
Also gehts mal wieder um die Volumen-SUV, die kann VW dann ja in Chattanooga gleich mit bauen… Da wird Porsche gefühlt zur Ramschmarke.
US Zölle?!? Ich dachte es liegt an den Grünen…………..
Die Grüüüüüünen!
https://www.tagesschau.de/inland/regional/badenwuerttemberg/swr-erste-bilanz-mit-porsche-chef-michael-leiters-mit-vollgas-aus-der-krise-100.html
Laut diesem Bericht denkt er nicht darüber nach.
Interessant, da aktuell. Wenn auch nicht ganz klar, ob sich diese Aussage auf die alte von 2025 oder den Call nach den Geschäftszahlen bezieht. Ich schaue mir das mal weiter an.
So ein Werk zu bauen nimmt doch Zeit in Anspruch, bis dahin wäre Trumps Amtsperiode fast vorbei. Daher bezweifle ich den Bau eines Werks in den USA.
Als Nicht-Stratege kann man so denken.