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HTC Desire 500: Der erste Eindruck

  • AutorCharles Engelken
    Veröffentlicht am 31. August 2013 unter News

Quad-Core-Prozessor, 4,3” LC-Display und das für unter 300 Euro? Da schaut man gerne ein zweites Mal hin, um auch sicher zu gehen, dass man sich nicht irgendwo verlesen hat. So ging es zunächst auch mir, als HTC das Desire 500 vorstellte. Rein prinzipiell ist das schonmal eine Aussage, während Samsung das Galaxy S4 Mini mit einem Dual-Core-Prozessor für aktuell ca. 350 Euro verkauft und HTC beim One Mini sogar noch tiefer in die Portemonnaie greifen lässt.

Nun habe ich eben jenes Desire 500 für einige Tage zum Test bekommen und kann mir ein genaueres Urteil darüber bilden, ob an dieser Ansage auch dann noch etwas dran ist, wenn man sich das Gerät genauer anschaut. Wenn dem so wäre, könnte das Desire 500 ja doch durchaus ein kleiner Geheimtipp werden und der Desire-Linie wieder etwas Bedeutung einhauchen, die nach dem fast schon legendären originalen Desire doch schon stark abnahm. An dieser Stelle gibt es also meinen ersten Eindruck nach rund 24 Stunden, der Testbericht folgt dann in den nächsten Tagen.

Technische Daten

Wie gesagt: “Quad-Core für unter 300 Euro” liest sich durchaus gut. Genauer gesagt verrichtet hier ein Snapdragon 200 mit 1,2 GHz je Kern seine Arbeit. Sicherlich ist das mit Abstand nicht der stärkste Vierkerner, aber wir haben hier ja auch ein Gerät der unteren Mittel- bzw. gehobenen Einsteigerklasse vor uns. Ebenso verhält es sich auch beim Display: Die Diagonale von 4,3” verspricht eine gute Handlichkeit, die WVGA-Auflösung von 480×800 Pixeln dämpft aber dann doch etwas, allerdings weiß ich noch vom Lumia 720, dass das kein Tabu sein muss.

  • 4,3-Zoll SLCD mit WVGA-Auflösung (= 480 × 800 Pixel)
  • Android OS 4.1 Jelly Bean mit HTC Sense 5
  • HTC BlinkFeed
  • QUALCOMM Snapdragon 200 Quad-Core Prozessor mit 1,2GHz (MSM8225Q) (Mehr Infos)
  • 1.024MB RAM
  • 4 GB Speicher, erweiterbar per microSDXC um 64GB
  • Sprache: GSM auf Triband
  • Daten: UMTS aud Dual-Band mit 7,2 Mbit pro Sekunde
  • WLAN 802.11 bgn, Bluetooth 4.0 und DLNA
  • Beats Audio
  • 8-Megapixel Kamera mit ƒ/2.0-Blende und HTC ImageChip 1 (primär)
  • 1,6-Megapixel Kamera (sekundär)
  • HTC Zoe Highlights und HTC Zoe Share
  • 131 mm hoch x 66,9 mm breit x 9,9 mm dick bei 123 Gramm
  • Akku mit 1.800mAh (austauschbar)

Der erste Eindruck

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Ich glaube relativ sicher sagen zu können, dass ich noch nie länger an der Einrichtung eines Smartphones hing, wie dieses Mal beim Desire 500. Direkt am Anfang betont HTC, dass ihre User-Experience rund um die Personalisierung des Gerätes stattfindet. Dass dieser Einrichtungsprozess aber doch mühselig werden kann, hat man wohl auch bei den Taiwanesen gemerkt, weswegen man erlaubt, diese Personalisierung nach der Eingabe eines Pairing-Codes auch am Rechner auf der entsprechenden HTC-Webseite vorzunehmen. Anpassen lässt sich hier vieles: Von einigen Apps, die direkt installiert werden können, über Feeds, die in BlinkFeed abonniert werden sollen, bis hin zu Klingeltönen ist das Ganze recht umfangreich. Am Phone hätte ich diesen Prozess unangenehm empfunden, am Rechner bzw. Notebook ist das dann aber doch wieder vollkommen in Ordnung.

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Das Desire 500 selbst ist rein optisch durchaus gelungen. Ich habe die weiße Variante mit türkiser Akzentfarbe bekommen und obwohl ich kein großer Fan weißer Smartphones bin, schaut die Kombination durchaus nett aus. Eine Kleinigkeit, die mir beim Design besonders positiv aufgefallen ist, sind die Lautstärke-Buttons – die sehen schon wirklich stark aus.

Als Material wurde hier Polycarbonat im Glossy-Look verwendet. Nach den ersten Minuten war das Gerät dann schon von Fusseln und Fingerabdrücken übersäht, ein Mikrofastertuch sollte also definitiv immer zur Standardausrüstung gehören. Das Feeling des Gerätes ist ganz nett, ich würde die Haptik des Desire 500 zwischen dem Lumia 920 im Glossy-Look und dem Galaxy S4 platzieren, große Freude kam mir aber bisher (noch?) nicht auf. Übrigens: Die Slots für SIM- und Micro-SD-Karten liegen unterhalb der Rückseite, man hebt das eigentliche Gerät also aus der Rückseite heraus, ähnlich, wie wir es z.B. vom Lumia 820 her kennen – nur, dass dieser Vorgang beim Desire 500 um einiges einfacher vonstatten geht.

Aktuell ist lediglich Android 4.1.2 mit Sense UI 5.0 vorinstalliert. Wer bereits eine aktuellere Android-Version nutzte, wird definitiv Features vermissen, allerdings werden diese Nutzer wohl ohnehin nicht zum Desire 500 greifen. Stärker fiel mir die Performance auf, denn die war bisher durchwachsen. Am gestrigen Abend war es gerne mal etwas ruckelig, heute läuft es bisher einwandfrei, wenngleich man auch immer merkt, dass die Software für alles einen Ticken länger braucht.

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Wie sich das Ganze dann über die nächsten Tage einspielen wird, werde ich dann sehen. Auch auf den Faktor “Akkulaufzeit” bin ich gespannt, denn “Quad-Core-CPU” und “1.800 mAh Akkukapazität” lassen doch etwas zweifeln. Wie dem auch sei, ich freue mich auf die nächsten Tage mit dem Desire 500 und bin gespannt, wie diese Tage ausfallen werden. Ich sehe hier zumindest Potential, um beim anvisierten Nutzerstamm zu landen. Fragen zum Gerät könnt ihr natürlich gerne in den Kommentaren hinterlassen!

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