13 statt 6 Schäden: So groß ist der Unterschied bei E-Scootern

Der Bestand versicherter E-Scooter ist in Deutschland bis Ende 2025 auf rund 1,66 Millionen Fahrzeuge gestiegen.

Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) waren es 2022 noch knapp 764.000 Fahrzeuge. Rund 1,36 Millionen E-Scooter befinden sich inzwischen in Privatbesitz. Damit gehören etwa vier von fünf versicherten Fahrzeugen privaten Haltern.

E-Scooter: Leihfahrzeuge verursachen häufiger Schäden

Deutliche Unterschiede zeigen sich bei den Haftpflichtschäden. 2025 kamen auf 1.000 private E-Scooter sechs Schäden. Bei Leih-Scootern waren es 13 und damit mehr als doppelt so viele. Insgesamt registrierten die Versicherer rund 11.700 Haftpflichtschäden.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

  • 1,66 Millionen versicherte E-Scooter Ende 2025
  • 1,36 Millionen Fahrzeuge in Privatbesitz
  • 13 Schäden je 1.000 Leih-Scooter, 6 Schäden je 1.000 Scooter im Privatbesitz
  • 16.496 Unfälle mit Verletzten im Jahr 2025
  • 38 Menschen kamen dabei ums Leben

Auch die amtlichen Unfallzahlen steigen. 2022 wurden noch 8.341 E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden erfasst. Innerhalb von drei Jahren hat sich die Zahl damit nahezu verdoppelt. Der GDV fordert deshalb unter anderem mehr Kontrollen und eine stärkere Vermittlung der Verkehrsregeln.

Geplante gesetzliche Änderungen sollen zudem die Haftung verschärfen. Künftig soll bei E-Scootern grundsätzlich die Gefährdungshaftung gelten. Geschädigte müssten dann nicht mehr in jedem Fall ein schuldhaftes Verhalten des Fahrers nachweisen.

Vor allem der Unterschied zwischen privaten und gemieteten E-Scootern ist bemerkenswert. Mit weiter steigenden Beständen dürften klare Regeln, Kontrollen und sichere Radwege noch wichtiger werden. In Paris wurde aktuell eine Helmpflicht für E-Roller-Fahrer eingeführt. Eventuell ist das auch ein Ansatz für den deutschen Markt.


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  1. Nico 🎖

    „Künftig soll bei E-Scootern grundsätzlich die Gefährdungshaftung gelten“. Wieso nicht alles was über 15kmh fährt? Ein Elektro Fahrrad ist schneller und schwerer und die fahren auch Kreuz und quer wie manche Elektro Scooterfahrer. Besonders die von Lieferando und co.

  2. Jan 👋

    Da die Roller eines Mietanbieters – meiner Annahme mach – täglich eine höhere Fahrzeit haben als die privat genutzten Roller, finde ich es überhaupt nicht verwunderlich, dass dort auch mehr Unfälle passieren. Interessanter wäre doch die Anzahl der Unfälle pro gefahrenen Kilometer oder noch besser der Kehrwert: die durchschnittlich unfallfreien Kilometer.

    1. René Hesse ♾️

      Das ist für die Versicherung nur nicht so relevant, da die Versicherung das Fahrzeug an sich versichert. Eine Versicherung pro Fahrzeug. Also schaut sie natürlich auf Unfälle pro x Fahrzeuge.

    2. Michael 🎖

      Ich glaube, es geht bei Leihrollern nach dem Motto: Don’t Be Gentle It’s a Rental

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