Die Steam Machine von Valve hat ein massives Problem

Die Steam Machine ist keine Konsole, so Valve nach der Bekanntgabe der Preise am gestrigen Abend. Eine Konsole verkauft man oft mit Verlust und holt sich das Geld an anderer Stelle rein, Valve will aber Geld mit diesem kleinen Kasten verdienen.

Valve will mit der Steam Machine vielmehr gegen PCs antreten und mit SteamOS 3.8 kann man sich auch bald seine eigene Steam Machine bauen, so Pierre-Loup Griffais bei The Verge. Man arbeitet mit Nvidia und anderen Partnern, damit Nutzer ein gutes Erlebnis haben werden, man muss keine Kiste bei Valve selbst erwerben.

Steam Machine sollte günstiger sein

Mit einem Preis, der bei 1.039 Euro startet, wird es die Steam Machine dort auch sehr schwer haben, das Ziel waren wohl einst 700 bis maximal 800 Euro, wie IGN berichtet. Damit wäre die Steam Machine kein Selbstläufe gewesen, aber durchaus attraktiver, die Speicherkrise hat dieses Konzept von Valve allerdings vernichtet.

Erste Tests zeigen, dass eine vierstellige Summe grenzwertig für diese Hardware ist, eigentlich ist die Konsole (für mich ist es mehr Konsole als PC) zu teuer. Man bekommt für 900 Euro eine PS5 Pro und dort noch die Exklusivspiele. Und nicht nur das, im November kann man das meisterwartete Spiel der letzten Jahre zocken.

Die Steam Machine bleibt ein spannendes Produkt und ich hätte nichts gegen einen neuen Player im Couch-Gaming-Markt, Konkurrenz ist immer willkommen, aber ohne Subventionen, und wenn es nur 40 Euro sind, damit da wenigstens 999 Euro auf dem Zettel stehen (das hätte einen Effekt) wird es für Valve sehr schwierig.

In den ersten Tests kommt die Steam Machine durchaus passabel an, aber so gut wie alle kritisieren den hohen Preis. Diesen kann man einfach nicht schönreden.

Im Sommer und zweiten Halbjahr gehe ich davon aus, dass Valve die Produktion so eingeschränkt hat, dass man die Verfügbarkeit künstlich knapp hält, damit es so wirkt, als müsse man sich bemühen, um eine Steam Machine zu bekommen. Sowas ist das 1×1, wenn ein neues Produkt für die Leistung eigentlich etwas zu teuer ist.

Es weckt Begehrlichkeit, die Angst, doch etwas zu verpassen.

Doch Valve wird sicher andere Ziele und Ambitionen für die Steam Machine haben, spannend wird also 2027 und wie sich die Konsole dann entwickelt. Wird sie doch ein Erfolg? Oder folgt sie der ersten Steam Machine, die damals gescheitert ist?

Ich glaube nicht, dass die Steam Machine an den Erfolg des Steam Deck anknüpfen kann, vor allem, wenn es kein Exklusivspiel wie Half-Life 3 geben sollte. Die Idee von Valve ist spannend, für die Zielgruppe der Couch-Gamer jedoch viel zu teuer.


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  1. Sebastian 🌟

    Pfft… Der Preis hat einen Grund und alle kritisieren ihn. Bestimmt noch in Artikeln/Videos mit KI-erstellten Inhalten… Die Hardware ist gut bepreist, viel verdienen wird Valve daran nicht (Entwicklungskosten werden hier übersehen), und auch hier bekommt man ein rundum-Sorglospaket aus einer Hand und es wird quasi eine Apple-Strategie verfolgt nur eine Mainboard/CPU/GPU Kombi anzubieten die die Fehlersuche und Optimierungspotenzial auszuschöpfen absolut vereinfacht. Wird gerne übersehen. Auch was SteamOS angeht, wird es mal Zeit für Windows einen ernsthaften Gegner im Gaming-Segment zu bekommen, das ist gewiss kein Hobbyprojekt.

    Die PS5 und deren Exklusivtitel dagegen zu stellen halte ich für fragwürdig. Ich möchte mal wissen was aus dem sehr großen Steam-Katalog alles *nicht* auf der PS5 läuft, aber definitiv auf der Steam Machine.

    1. Wie im anderen Kommentar geschrieben, diese Spiele sind für viele Casual Gamer egal. Und wie viele davon sind echte Highlights, die man bequem mit einem Controller zocken kann und die nicht für die PC-Steuerung optimiert wurden? Am Ende entscheiden aber nicht nur Spiele wie Wolverine oder God of War, in diesem Herbst wird vor allem GTA 6 für den Kauf einer Konsole entscheidend sein.

  2. Gamer 👋

    Die Steam Maschine 2.0 wird genauso ein Rohrkrepierer wie die Erste.

    Für den Preis bekommt man Gaming PC oder Laptop.

    Zu Halflife 3 scheint der Autor ein besonderes Fable zu haben. Bisher gibts keine Hinweise das da was entwickelt wird seit 6 Jahren.

    Und zu GTA 6 gibts ausser paar KI Trailer auch nicht viel.

    1. Sebastian 🌟

      Ernstgemeinte Frage: Wieso kaufen sich Leute Konsolen? Richtig, unter anderem weil sie sich mit dem ganzen PC-Gedöns mit Treibern etc. nicht rumschlagen wollen. Genau diesen Service bietet die Steam Machine hier.

      1. Diese Zielgruppe interessiert sich aber nicht für eine Steam-PC-Bibliothek, sie will FIFA, Call of Duty und ein paar exklusive Blockbuster am TV zocken. PC-Spielern reicht das wohl nicht aus, eine PS5 bekommt man für die Hälfte und kann dann noch bequem im Herbst mit allen anderen GTA 6 zocken.

  3. P45 🔅

    Ich habe meine PCs (und die für etliche Bekannte und Freunde) seit 1990 immer selbst gebaut. Aber in der aktuellen Situation ist damit erstmal Schluss. Da auch auf den ältesten (zum Teil aus 2012] noch W11 läuft, gibt’s auch eigentlich keinen Grund zur Aufrüstung.

    Valve kann man nur die Daumen drücken, dass die Krise bald endet.

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