Ohne konkreten Plan: Porsche kündigt Neustart an
Porsche ist in die Krise gerutscht, der einstige Liebling im VW-Konzern machte im letzten Geschäftsjahr kaum noch Gewinn und der neue Chef will das ändern. Er hat einen Neustart für Porsche angekündigt, der Fokus liegt dabei auf drei „Säulen“.
Porsche will ein schlankes Portfolio
Man möchte die Marke wieder stärken und begehrlicher machen, was gleichzeitig die zweite Säule positiv beeinflussen soll, denn das Portfolio wird schlanker, soll aber gleichzeitig mehr Geld einbringen. Der Fokus rückt also auf teurere Modelle.
Darüber hinaus soll Porsche effizienter werden. Welche Modelle gestrichen werden, welche Arbeitsplätze wegfallen, wie viele wegfallen, und wie man Porsche noch exklusiver machen möchte, hat Michael Leiters aber offen gelassen. Porsche will sich verändern und neu aufstellen, den Plan dafür verrät man aber noch nicht.
Porsche setzt mehr auf Verbrenner
Bei den Antrieben bleibt Elektromobilität wichtig, der neue Cayenne steht dabei im Fokus, wie auch der elektrische Macan, aber Verbrenner rücken wieder mehr in den Fokus, wie ein neuer SUV über dem Cayenne und ein neuer SUV darunter, der den eingestellten Verbrenner-Macan ablöst. Und der Porsche 911 wird nicht elektrisch.
Das alte Niveau mit einer zweistelligen Marge wird Porsche kurzfristig nicht mehr erreichen, aber man möchte sich wieder steigern. Mehr Details zum Neustart der VW-Marke gibt es laut Porsche aber erst im Oktober auf dem Capital Market Day.
Keine leichte Aufgabe für Porsche
Wenn es sich eine Premiummarke erlauben kann, dass ihre Autos teurer macht und dennoch nicht komplett einbricht, dann Porsche. Aber das haben in den letzten Jahren viele Marken versucht, alle wollen im Wandel der Branche weniger Autos verkaufen und mehr damit verdienen. Bisher hat das aber keiner wirklich erreicht.
Die Frage ist also, ob Porsche noch das Image und die Zugkraft hat, denn man gibt auch zu, dass China beispielsweise ein Problem bleiben wird und man derzeit nicht davon ausgeht, dass Porsche wieder auf die alten Verkaufszahlen kommen wird.
Hinzu kommt, dass immer härtere Kosteneinsparungen und ein Stellenabbau meist kontraproduktiv für so ein Ziel sind, denn damit kann die Qualität sinken. Das wird keine leichte Aufgabe für den neuen Porsche-Chef, der, sobald die Verbrenner fertig sind, vor dem Problem stehen könnte, dass diese dann doch keiner will.
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