Der ADAC fordert die Abschaffung der seit April geltenden 12-Uhr-Regel für Preiserhöhungen an deutschen Tankstellen.
Seit dem 1. April dürfen Tankstellen Benzin und Diesel nur einmal täglich um 12 Uhr verteuern. Preissenkungen sind dagegen jederzeit möglich. Die Regel sollte Preisänderungen reduzieren und für mehr Transparenz sorgen.
Nach Einschätzung des ADAC hat die Regel zwar die Zahl der täglichen Preisänderungen deutlich verringert. Günstiger sei Tanken dadurch aber nicht geworden. Stattdessen habe sich die Preisdifferenz innerhalb eines Tages deutlich vergrößert.
12-Uhr-Regel sorgt laut Studien für höhere Spritpreise
Die wichtigsten Punkte zur aktuellen Regelung:
- Preiserhöhungen sind nur einmal täglich um 12 Uhr erlaubt.
- Preissenkungen bleiben jederzeit möglich.
- Der ADAC sieht deutlich größere Preisunterschiede im Tagesverlauf.
- Auch das ZEW kommt zu dem Ergebnis, dass die Regel zu höheren Durchschnittspreisen führt.
Vor Einführung der Regel hätten Autofahrer über den Tag verteilt mehr Möglichkeiten gehabt, günstig zu tanken, so das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung. Auch das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung bewertete die Maßnahme negativ.
Ich finde die Kritik nachvollziehbar. Weniger Preisänderungen klingen zunächst verbraucherfreundlich. Wenn dadurch aber günstige Zeitfenster verschwinden und die Durchschnittspreise steigen, sollte die Regel überprüft werden.
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