Amazon Alexa Tablet 12 Pro: Ist der Neustart der Tablets gelungen?

Amazon startet komplett neu mit Tablets durch und setzt zwar weiterhin auf Android als Basis, dafür aber endlich mit Google-Diensten, sprich dem Google Play Store, und ohne das Fire-Branding. Es sind jetzt Alexa Tablets. Mit einem ganz neuen Highend-Pro-Modell, welches ich mir im Alltag näher angeschaut habe.

Genau genommen wurde es die große Version mit 256 GB Speicher, 16 GB RAM und vor allem mit der Nanobeschichtung beim Display. Dafür zahlt man bei Amazon genau 669,99 Euro und somit 260 Euro weniger als für ein vergleichbares Apple iPad Air. Mit dem iPad Pro würde ich es nicht vergleichen, denn das hat OLED.

Alexa ist da, aber keine Pflicht

Bei der Verarbeitung muss sich Amazon jedenfalls nicht hinter dem Marktführer verstecken, denn das Alexa Tablet 12 Pro ist aus Aluminium, hochwertig und gut verarbeitet. Es liegt gut in der Hand, auch wenn es mir ein bisschen zu groß ist, da wären 11 Zoll oder von mir aus gerne 10 Zoll noch eine Ecke handlicher gewesen.

Es gibt kleinere Tablets im neuen Lineup, die habe ich mir aber nicht angeschaut. Die Version mit 11 Zoll liegt bei René und die Version mit 8 Zoll ist mir auf dem Papier viel zu schlecht. Achja, Alexa ist nicht Pflicht, man muss sich zwar mit dem Google-Konto anmelden, wie immer bei Android, aber nicht mit Amazon-Konto.

Entsperrt wird per Fingerabdruck (über die Powertaste) und dann geht es auch schon los, fangen wir also direkt beim Display an. Das ist gut, wirklich gut. Ich mag ja mittlerweile matte Displays, auch wenn man bei der Auflösung minimal Abstriche machen muss und Schwarzwerte nicht perfekt sind (bei LCD aber nicht so wichtig).

Doch für diese Preisklasse finde ich das Display wirklich gut, vor allem so eine Nanobeschichtung findet man für unter 700 Euro (in dieser Qualität) sonst nicht. Würde ich sie mir kaufen, immerhin geht es auch ohne? Ja, schon. Was aber auch daran liegt, dass es die Version mit der klar besseren Hardware nur in matt gibt.

Und die Software? Nun, es ist Android, mit allen Stärken und Schwächen. Und mit einigen Anpassungen von Amazon beim Launcher, die auf der einen Seite gar nicht so schlecht aussehen, auf der anderen Seite versucht das Tablet einem Alexa+ doch schon etwas „aufzudrängen“ (aber man muss das alles nicht wirklich nutzen).

Die Software lief bei mir in den letzten Tagen stabil und recht flüssig, was an den 120 Hz liegt, die man zwar bei „Pro“ erwarten kann, auf die aber andere selbst bei deutlich teureren Tablets verzichten. Viele Grüße an Apple. Alleine deshalb muss man sich als iPad-Nutzer wünschen, dass die Konkurrenz hier mal richtig aufholt.

Ein gutes Tablet zum Konsumieren

Zum Arbeiten eignet sich das Tablet meiner Meinung nach weniger, was aber vor allem an meinem Workflow liegt. Mir taugt aber auch ein iPad nicht wirklich. Klar, ein paar Mails und andere Dinge sind drin, aber ich fand das Alexa Tablet 12 Pro vor allem ein sehr gutes Entertainment-Tablet zum Konsumieren von vielen Inhalten.

Egal ob Bücher oder Texte im Internet, die auf dem matten Display besonders viel Spaß machen, oder auch Videos und Spiele, das geht alles wunderbar und macht einen guten Eindruck. Und das geht auch recht lang, die Akkulaufzeit reicht für bis zu 16 Stunden Videowiedergabe, das ist mehr als bei einem iPad Air von Apple.

Ich habe die Leistung nicht ausgereizt, weil ich das in einem Tablet nicht mache, aber es ist logisch, dass ein Apple M4 der klar bessere Chip auf dem Papier ist. Auf dem Papier bringt aber im Alltag nicht viel, wenn man die maximale Leistung nicht ständig abruft. Extras wie ein mattes Display oder 120 Hz sind da viel sinnvoller.

Ein paar Dinge fehlen bei Amazon, wie Wi-Fi 7 oder Face Unlock, Mobilfunk gibt es auch nicht, dafür gibt es eine sehr passable Tastatur und einen soliden Stift. Ich bin aber auch keiner, der mit Tastatur und Stift „arbeitet“, ich nutze Laptops dafür und bin ein typischer Tablet-Nutzer. Ich bewerte Tablets also auch eher als Tablets.

Gelungener Tablet-Neustart von Amazon

Und da muss ich sagen, dass mir das Amazon Alexa Tablet 12 Pro bisher wirklich gut gefällt. Es ist hochwertig, es klingt gut, es hat ein gutes Display und ist zwar preislich kein No-Brainer, aber auch nicht zu teuer. Ein bisschen muss man mit Alexa im System leben, das sagt der Name schon, aber Alexa ist eben keine Pflicht.

Müsste ich etwas ändern, dann wäre das ein minimal anderer Ansatz. Macht es von mir aus noch ein bisschen teurer, gebt mit aber OLED, und macht es kompakter, so um die 10 bis 11 Zoll reichen mir. Dazu noch ein 4:3-Seitenverhältnis, was ich bei Tablets besser als 3:2 (wie hier) finde und das wäre für mich eine bessere Option.

Und eine gute Alternative zum mittlerweile extrem teuren iPad Pro von Apple, was ich nutze, denn dieses Tablet greift meiner Meinung nach eher das Air an, auch wenn es ein Pro am Ende hat. Doch grundsätzlich finde ich den Tablet-Neustart von Amazon im Highend-Bereich gelungen, das ist viel besser als die alten Fire-Tablets.

mobiFlip bei Google bevorzugen – unsere Beiträge öfter sehen Quelle wählen ↗
* Über diesen Affiliate-Link unterstützt du mobiFlip – Werbung ohne Zusatzkosten für dich.
Weitere Themen
Hinterlasse deine Meinung

Kommentare aufrufen

Die mobile Version verlassen