Amazon zeigt den Preisverlauf

Amazon hat damit begonnen, den Preisverlauf verkaufter Produkte anzuzeigen. Das ist vermutlich die erste nützliche Funktion der Amazon Rufus KI in der Amazon-App.

Ich nutze Amazon nach wie vor gerne und häufig. Entsprechend fällt mir in der Regel recht schnell auf, wenn sich etwas an der Plattform ändert. Bei Amazon ist das allerdings immer ein bisschen Glücksspiel, denn nur weil eine Neuerung bereits auf der Webseite verfügbar ist, heißt das noch lange nicht, dass sie auch in der App angekommen ist. Teilweise unterscheidet sich die App erheblich, je nach Plattform und App-Version.

Amazon startet mit Preisverlauf per KI

Das kann nervig sein, manchmal aber auch ganz praktisch, wenn man neue Funktionen beispielsweise schon vorab in der iOS-App erhält. Dort habe ich jetzt nämlich den Preisverlauf aktiv angeboten bekommen. Die Funktion war bereits angekündigt worden, denn Amazons KI Rufus soll zunehmend zum Shopping-Assistenten werden, und der Preisverlauf ist offenbar ein Teil davon.

Umgesetzt ist die Funktion recht praktisch: Neben dem Preis eines Produkts befindet sich ein kleiner Link mit der Bezeichnung „Preisverlauf“. Darüber wird Rufus gestartet und zeigt die bisherige Preisentwicklung grafisch an. Dabei lässt sich zwischen Zeiträumen von einem, drei und zwölf Monaten wählen.

Hier mal am Beispiel von Lay’s Chips zu sehen.

Gut zu wissen

Wenn ihr den Link zum Preisverlauf noch nicht seht, könnt ihr auch einfach die Rufus-KI starten, nur das Wort „Preisverlauf“ eingeben und absenden. Anschließend sollte euch der Preisverlauf ebenfalls angezeigt werden.

Bisher habe ich dafür immer einen iOS-Kurzbefehl genutzt, der den Preisverlauf eines Produkts beim Onlinedienst Keepa abfragt. Das kann ich mir künftig also weitgehend sparen.

Das ist eine durchaus nette Neuerung. Ob sie allerdings in allen Amazon-Apps bzw. auf allen Plattformen für alle Nutzer freigeschaltet ist, kann ich euch nicht mit Sicherheit sagen. Berichtet doch einfach mal.


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  1. gast 🌀

    Bock, Gärtner und so. Vllt sollte man sich besser auf einen externen Dienst verlassen, als auf Amazon selbst. Was hindert die daran, diese Grafik so zu drehen, dass Du das jetzt für ein gutes Schnäppchen hältst und direkt kaufen möchtest?

    1. René Hesse ♾️

      In Deutschland und der EU ist es streng verboten, mit erfundenen Vorpreisen oder gefälschten Rabatten zu tricksen.

      Der niedrigste Preis der letzten 30 Tage ist Pflicht: Wenn ein Onlineshop einen Preis reduziert oder einen Streichpreis anzeigt, gilt laut § 11 der Preisangabenverordnung (PAngV) ein klarer Maßstab: Der angegebene frühere Preis muss zwingend der niedrigste Preis sein, den der Händler in den letzten 30 Tagen vor der Rabattaktion verlangt hat.

      Keine künstlichen Preisanhebungen: Es ist nach § 5 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) wegen irreführender Werbung verboten, die Preise kurz vor einer Rabattaktion anzuheben, nur um danach einen optisch größeren Preisnachlass vorzutäuschen.

      Strenge Vorgabe für Prozentangaben: Der Europäische Gerichtshof (EuGH, Az. C-330/23) hat klargestellt, dass sich Rabattangaben (wie zum Beispiel „-20 %“) zwingend direkt auf diesen 30-Tage-Tiefstpreis beziehen müssen. Es ist unzulässig, Prozentrabatte auf Basis einer höheren unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) zu berechnen und den echten 30-Tage-Preis nur versteckt im Kleingedruckten zu erwähnen.

      Halten sich Händler nicht an diese Vorschriften, drohen Abmahnungen durch Konkurrenten und Verbraucherschutzvereine sowie empfindliche Bußgelder durch die Behörden. Ich gehe durchaus davon aus, dass Amazon das klar ist. Ob man sich auf die Angaben von Amazon verlässt, muss jeder selber wissen, wenn man dem Shop so sehr misstraut sollte man dort vielleicht gar nicht kaufen.

  2. RoyBer 🏅

    Am Smartphone habe ich den Link, am Desktop geht es per KI direkter Eingabe. Sehr schön.

  3. Philipp 🔆

    Sehr cool.
    Den Link direkt gibt es auf der Webseite leider nicht aber man kann es trotzdem über den Rufus butzoznutzen.
    Danke dir den Tipp.

  4. Benjamin 🍀

    Wofür braucht das KI? Eine Tabelle in der Datenbank kostet ausschließlich Speicher. Eine AI damit zu belasten kostet Speicher, Strom und mehrere Sekunden Berechnung – jedes Mal.

    1. René Hesse ♾️

      Sowas nennt sich Anker-Feature, das sind Features, die die Nutzung des eigentlichen Tools anregen sollen. Amazon will ja, dass du den Shoppingassistenten benutzt.

  5. Robert 💎

    Ich hab den Link nirgendswo, aber über die KI-Eingabe klappt es problemlos. Sehr nützlich. Danke für den Hinweis 👏

  6. Mårtiň 💎

    oh, das ist in der Tat ziemlich nützlich, ansonsten hat mir die KI von Amazon noch nie geholfen aber hier würden mir einige Klicks gespart, die ich sonst gebraucht hätte, um externe Tools zu nutzen.

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