Apple muss seine Werberegeln für Apps in Deutschland ändern

Apple (KI)

Apple muss seine Abfragen für personalisierte Werbung auf iPhones und iPads in Deutschland deutlich angleichen.

Das Bundeskartellamt hat entsprechende Verpflichtungszusagen von Apple für bindend erklärt und damit ein seit Juni 2022 laufendes Wettbewerbsverfahren abgeschlossen. Apple hat nach Zustellung der Entscheidung vier Monate Zeit für die Umsetzung.

Kritisiert wurde vor allem, dass Apple für Apps anderer Anbieter zusätzliche Abfragen im Rahmen des „App Tracking Transparency Frameworks“ verlangte, während für eigene Dienste andere Bedingungen galten.

Nach vorläufiger Einschätzung der Behörde konnten Sprache, Gestaltung und Auswahlmöglichkeiten Apple-Angebote begünstigen.

Apple muss Werbeabfragen neutraler gestalten

Künftig sollen Apples eigene Abfragen und jene für Drittanbieter inhaltlich, sprachlich und optisch stärker angeglichen werden. App-Herausgeber erhalten zudem mehr Möglichkeiten, Apples Abfrage mit datenschutzrechtlichen Einwilligungen zu verbinden und ihr werbefinanziertes Geschäftsmodell zu erklären.

Die wichtigsten Punkte der Entscheidung:

Apple hält das ATTF weiterhin für wettbewerbskonform und verweist auf den Schutz der Privatsphäre. Das Bundeskartellamt stellt wiederum klar, dass nicht höhere Zustimmungsraten das Ziel seien, sondern eine freie und informierte Entscheidung der Nutzer.

Auch andere europäische Behörden sind gegen Apple vorgegangen. In Frankreich und Italien wurden zuletzt Bußgelder von 150 Millionen beziehungsweise 98,6 Millionen Euro verhängt.

Ich halte die Anpassung vor allem deshalb für relevant, weil Apple als Plattformbetreiber und Anbieter eigener Dienste in einer besonderen Doppelrolle steckt. Neutralere Abfragen schaffen hier aus meiner Sicht fairere Bedingungen, ohne den Datenschutz grundsätzlich abzuschwächen.

mobiFlip zuerst in deinen Google News – jetzt als Quelle setzen Haken setzen ↗

Weitere Themen
Hinterlasse deine Meinung

Kommentare aufrufen

Die mobile Version verlassen