Personalabbau und mögliche Werksschließungen sind derzeit ein großes Thema im VW-Konzern und vor allem bei Marken, die in der Krise stecken, wie Audi. Daher geht man einen ungewöhnlichen Weg, wie die Automobilwoche erfahren hat.
Audi „verleiht“ seine Mitarbeiter
In Ingolstadt „verleiht“ man seine Mitarbeiter, wenn diese es wollen, an andere Unternehmen im Umkreis. Bis zu zwei Jahre können Audi-Mitarbeiter auf Wunsch bald bei Airbus (Luftfahrtkonzern) oder MBDA (Rüstungsunternehmen) arbeiten.
Laut Audi sei das Interesse „sehr, sehr groß“ und es gäbe mehr Anfragen als man Arbeitsplätze bei anderen Unternehmen sichern konnte. Die IG Metall sieht das als gute Lösung, um die Beschäftigung zu sichern. Aber ist das so, ist sie gesichert?
Es löst das Problem bei Audi nicht
Die Mitarbeiter haben eine Garantie, dass sie nach zwei Jahren wieder bei Audi in Ingolstadt arbeiten dürfen und das Projekt wird von der Politik in Bayern begleitet. Aber wer sagt, dass die Krise bei Audi in zwei Jahren nicht noch schlimmer ist?
Was, wenn Audi die Position nach zwei Jahren auch nicht besetzen kann, man aber nicht mehr Teil der aktuellen Strukturen ist? Die Idee erinnert an den Sport, auch im Fußball werden Spieler oft verliehen, damit sie in anderen Vereinen weiterhin etwas Spielerfahrung sammeln und nicht nur auf der Bank sitzen. Da passt der Gedanke.
Doch es ist mal ein „kreativer“ Ansatz und wer weiß, vielleicht steht Audi in zwei Jahren wieder besser da und kann die verliehenen Mitarbeiter beschäftigen. Oder, und das werden sicher viele davon hoffen, das andere Unternehmen übernimmt sie.
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