BlackBerry 10: Interne Dokumente mit weiteren Details aufgetaucht

Kaum ist die BlackBerry World 2012 vorbei, BlackBerry 10 halbswegs offiziell vorgestellt und die Entwickler-Geräte verteilt, da gibt es auch schon neue Leaks bezüglich des nächsten großen Schritt von RIM. Bei Crackberry ist man an einige interne Dokumente von Research In Motion gelangt, welche uns weitere Details zu den zukünftigen Funktionen von BlackBerry 10 geben. Da hätten wir zum Beispiel einen umfangreichen Video-Editor, welcher von JayCut entwickelt wurde. RIM hatte dieses Unternehmen im Sommer letzten Jahres aufgekauft, obwohl mehrere Firmen im Silicon Valley Interesse an den Entwicklern gezeigt hatten. Ein weiteres Bild zeigt den Homescreen und das Menü von BlackBerry 10, welches sich in der finalen Version deutlich von dem User Interface des Entwickler-Smartphones unterscheiden wird und welches wir bereits im Februar begutachten konnten.

Wir wissen jetzt auch wie der Homescreen funktionieren soll, denn dieser zeigt keine Widgets in der Mitte an, sondern ist eine Art „schlauer“ Taskmanager, bei dem eure meist genutzten Anwendungen dargestellt werden. Man soll diese aber auch selbst anordnen können. Mit einem Wisch nach links kommt man in das Menü mit den Applikationen und Spielen und auf der rechten Seite haben wir den Bereich mit den Benachrichtigungen. Am Ende soll alles über Gesten gesteuert werden und da warten wir einfach mal die Präsentation des ersten Smartphones ab, welches in den Dokumenten übrigens wie Projekt London aussieht und vermuten lässt, dass der Leak damals echt war. Neben dem Homescreen wissen wir auch wie der Lockscreen aussehen wird, welcher keine speziellen Funktionen besitzt. Entsperrt wird er übrigens wie bei Windows Phone, in dem man ihn nach oben schiebt.

Immerhin zeigt er eingegangene Nachrichten an und es wird wohl auch eine Möglichkeit geben mehr Details zu bekommen, ohne das Gerät zu entsperren. Mit BlackBerry 10 könnte es außerdem die Möglichkeit geben den aktuellen Bildschirminhalt mit anderen zu teilen, auch während einem Videogespräch und auch kabellos an einen Monitor. Abschließend gibt es noch zwei Konzept-Bilder, einmal von der Anwendung für Twitter und der für Facebook. RIM entwickelt diese übrigens selbst, es handelt sich also nicht direkt um offizielle Anwendungen der Netzwerke, auch wenn Twitter die Applikation auf seiner Webseite listet. Vielleicht wird BlackBerry 10 ja aber auch für ein größeres Interesse sorgen und vor allem bei Facebook, dem weltweit größten sozialen Netzwerk, dafür sorgen, dass man sich an eine offizielle Anwendung für zukünftige Smartphones und Tablets mit BlackBerry 10 setzten wird.

Jetzt hängt es an RIM und den Entwicklern etwas Druck zu machen, was ohne ein entsprechendes Gerät auf dem Markt natürlich keine einfach Sache ist. Dieses könnte im August vorgestellt werden und dann ab Oktober 2012 erhältlich sein. Jetzt lässt sich darüber streiten, ob das zu spät ist, oder ob es zum jetzigen Zeitpunkt sowieso keine Rolle mehr spielt. Ich will mich da mal nicht festlegen und das Jahr abwarten, mit dem iPhone der sechsten Generation, einer neuen Generation von Android-Smartphones mit Jelly Bean und Windows Phone 8 wird man es aber definitiv nicht leicht auf dem Markt haben. Doch dieser Markt ist schnelllebig und das Potential ist definitiv da, als Besitzer eines Playbook bin ich jedenfalls sehr gespannt auf das erste Smartphone mit BlackBerry 10. Bis zum Marktstart versucht es RIM in Australien immerhin noch mit der medienwirksamen Kampagne „Wake Up. Be Bold.“, ob diese aber die Verkäufe der aktuellen Geräte ankurbeln wird?

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