BYD: Sind die China-Autos ein Sicherheitsrisiko?
BYD hat sich mittlerweile in Europa etabliert und auch in Deutschland wächst die Marke, vor allem dank der neuen Strategie, die auch Plug-in-Hybride beinhaltet und nicht nur vollelektrische Modelle. Doch es kommen erste Sicherheitszweifel.
Laut Reuters haben diese Woche mehrere Mitglieder des Europäischen Parlaments ernste Bedenken bei der EU Kommission geäußert. Marken aus China, in diesem Fall konkret BYD, könnten ein Sicherheitsrisiko darstellen. Das US-Militär hat Autos aus China verboten, auch in Europa sollte man so einen Schritt offen diskutieren.
Europäische Auto-Daten für China
Es geht aber nicht darum, dass man BYD als Marke komplett in der EU verbietet, es geht um den Verzicht auf Autos aus China im öffentlichen Sektor. Moderne Autos haben Kameras, Sensoren und sind immer mit dem Internet verbunden, es besteht die Gefahr, dass die Daten auf dem Tisch der chinesischen Regierung landen.
BYD hat diesem Vorwurf zwar direkt in einem Statement widersprochen, die Daten der Autos landen nicht in China, aber Unternehmen aus China sind gesetzlich dazu verpflichtet, dass sie, sofern der Staat es möchte, die Daten immer teilen müssen.
Das ist immerhin kein freies Land, sondern eine Diktatur.
Das Image von BYD ist in Gefahr
Der Aufstieg der Marken aus China im globalen Markt erinnert ein bisschen an den Wandel der Smartphones, wir erinnern uns an Huawei, gegen die die US-Regierung massiv vorgegangen ist. Ob aus wirtschaftlichen Gründen oder aus Angst vor der Sicherheit ist unklar, aber die Skepsis gegenüber Automarken wächst gerade.
In den USA wurde jetzt sogar Polestar (Geely) verboten.
Für Privatkunden spielt diese Entwicklung aktuell keine große Rolle, aber ein Verbot im öffentlichen Sektor, mit der Begründung, dass die Sicherheit gefährdet sei, ist für das Image von BYD und Co. natürlich auch ein Nachteil. Selbst wenn man weiter Autos verkaufen darf, viele Kunden werden der Marke vielleicht nicht mehr trauen.
Das Thema ist durchaus komplex
Das ist kein einfaches Thema, war es damals bei Huawei und Smartphones auch nicht, denn am Ende verschwimmen die Sicherheitsbedenken und wirtschaftliche Interessen. Ja, BYD gibt derzeit vielleicht keine Daten an China weiter, aber ja, der Staat hat bei Unternehmen in China am Ende das Sagen, nicht die Marken selbst.
Ich sehe das übrigens gar nicht so kritisch, selbst wenn wirtschaftliche Interessen auch eine Rolle spielen, denn China ist da bei Unternehmen aus dem Ausland auch nicht besser. Am Ende will jeder seinen wirtschaftlichen Raum stärken/schützen.
Höhere Zölle, Sicherheitsbedenken, Verbote, der Aufstieg der Automarken aus China weckt so langsam immer mehr das Interesse der öffentlichen Behörden.
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