Der VW-Konzern plant ein Quartett an kompakten Elektroautos, darunter der VW ID Polo, VW ID Cross, Skoda Epiq und Cupra Raval, der den Anfang macht und heute offiziell vorgestellt wurde. Die VW-Marke darf den Anfang machen, vermutlich auch, weil die vier Elektroautos alle im Seat-Werk in Spanien vom Band rollen.

Seat selbst bringt aber weiterhin kein eigenes Elektroauto.

Basis ist MEB+, also eine Weiterentwicklung der MEB-Plattform, in diesem Fall aber mit Frontantrieb und leider nicht mit Heckantrieb. Der Cupra Raval kommt auf 4 m in der Länge und einen Radstand von 2,6 m (Höhe: 1,5 m und Breite: 1,8 m).

Zum Start gibt es nur die „Launch Editions“, darunter den Dynamic bzw. Dynamic Plus mit 155 kW und den VZ Extreme mit 166 kW. Hier ist dann immer der große Akku verbaut. Das sollen später die „normalen“ Ausstattungslinien werden:

  • Raval (85 kW) und Raval Plus (99 kW) sind mit einer LFP-Hochvoltbatterie mit einer Kapazität von 37 kWh (netto) ausgestattet und bieten intelligente, zuverlässige Leistung für den täglichen Stadtverkehr mit einer DC-Schnellladefunktion von bis zu 90 kW.
  • Die Varianten Endurance (155 kW) und VZ (166 kW) sind mit der neuen NMC-PowerCo-Einheitszellenbatterie mit einer Kapazität von 52 kWh (netto) ausgestattet, die eine Reichweite von bis zu 450 Kilometern (Endurance) und DC-Ladegeschwindigkeiten von bis zu 130 kW ermöglicht.

Es gibt die üblichen Neuerungen der MEB+, wie echtes One Pedal Driving, Android als Basis für das Infotainmentsystem, eine bessere App mit mehr Daten, im Sport-Modus einen Fake-Sound, Plug & Charge und V2L. Die VZ-Version erreicht laut Cupra die 175 km/h und 100 km/h in unter 7 Sekunden (andere Daten fehlen noch).

Hier gibt es dann übrigens auch Dinamica Schalensitze und ein DCC-Sportfahrwerk für den entsprechenden Aufpreis, den ich euch noch nicht nennen kann, da ich die Details für die jeweiligen Extras nicht kenne. Es geht aber bei 26.000 Euro los.

Das kostet das nackte Einstiegsmodell des Cupra Raval, was ihn laut Cupra zu einem „echten Challenger“ in seiner Kategorie macht. Das können wir aber erst beurteilen, wenn der Konfigurator öffnet und wir die finalen Preise dafür sehen.

Marktstart ist übrigens im Sommer geplant, die Bestellungen dürften noch im April starten. Schaut dazu einfach mal auf der offiziellen Webseite von Cupra vorbei.


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  1. Christian 🔆

    Puh…haben die Lack gesoffen?!?

    Aktuell beginnt die kleinste mögliche Konfiguration bei 37250€. Der „kleinste“ Born kostet gerade 36000€.

    Können die nicht ernst meinem. Vor allem wird, meiner Meinung nach, dreister Weise mit einer UVP von 26000€ geworben, bis man eben auf den Konfigurator geht.

    1. Also die Preise sind überzogen, keine Frage, da kommen safe bald Rabatte bei Händlern, aber fairerweise war der Born zum Start auch viel teurer. Diesen gibt es schon viel länger und die Basisversion gab es dort auch lange nicht.

    2. Dom 🏆

      Naja, der Preis stimmt ja. Die Variante ist nur halt noch nicht bestellbar. Die anderen Preise sind aber schon echt gesalzen…

  2. RR ☀️

    NMC Akku um 130 kw Laden zu können *facepalm*. Und VW wundert sich weiterhin warum die Chinesen uns komplett davonlaufen.

    NMC sollte auch heutzutage idR nicht über 80% geladen werden außer in Ausnahmefällen, außerdem ist gegenüber LFP die höhere Brandgefahr erwähnenswert. Das heißt von den 52 kWh Netto bleiben am Ende, akkuschonend, nutzbare ~31,2 kWh (20-80).

    Ich glaube nicht dass diese Autos den Konzern aus der Krise holen werden. Dafür ist die restliche Welt schon viel zu weit davongefahren, im wahrsten Sinne.

    1. P45 🔅

      Dann hätte ich gerne wenigstens ein paar Beispiele von Fahrzeugen aus der uns davon gefahrenen Welt, die im Kleinwagensegment bessere technische Werte aufweisen können. Ich bin gespannt, fürchte aber da kommt nichts.

      1. P45 🔅

        Ansonsten sehr extrovertiertes Äußeres, vielleicht hätte Cupra ihn lieber (K)raval nennen sollen. Was gar nicht geht, sind die versenkten Türgriffe, chinesische Sicherheitsvorschriften lassen grüßen…

      2. RR ☀️

        Renault 5 wird gerade auf LFP umgestellt und im Preis gesenkt, Hyundai Inster,
        Chinesen: BYD Dolphin, Ora Cat, Leapmotor B05, etc.

        Ja einige sind größer, trotzdem mit vergleichbarer Ausstattung vermutlich alle günstiger.

        Mit zeitgemäßer Ausstattung und großem Akku werden die MEB+ Kleinwagen alle bei ca. 40-50k landen. Dafür bekommt man dann schon wieder ganz andere Autos. Siehe Verkaufsaktion BYD Seal – Viel mehr Auto für deutlich weniger Geld.

        PS: Über den Tellerrand schauen, sich informieren und aufhören rumzupöbeln erleichtert den Dialog ungemein. :)

        1. P45 🔅

          Erstens: wo habe ich gepöbelt?
          Zweitens: ich höre nur Namen von Autos, aber komischerweise wird keines genannt, das bessere technische Daten aufzuweisen hat.
          Drittens: wie kommt man auf 40 bis 50k? Vielleicht nur geraten?
          Warten wir doch einfach mal den Erfolg (oder Misserfolg) der MEB+ ab.

    2. Max 🌟

      NMC sollte auch heutzutage idR nicht über 80% geladen werden außer in Ausnahmefällen

      So ganz richtig ist das allerdings nicht. Man sollte sie nicht ewig stehen lassen mit 80-100%. Sie auf 100% zu laden ist dennoch problemlos machbar und auch nicht besonders schädlich, wenn man z. B. am nächsten Tag dann auf Langstrecke fährt. Betrifft btw LFP Akkus genauso, die mögen auch nicht mit 100% lange stehen gelassen zu werden. Ist halt auch immer noch ein Lithium-Ionen-Akku. Das ändert sich ggf. erst mit Feststoffakkus.

      Somit in der Standardrange für Langstrecke von 10-80% voll im Rahmen.

      1. RR ☀️

        LFP kann man ohne Stress ab und an bei 100% lassen. Nicht Monate aber Tage sind kein Problem. NMC mag das deutlich weniger und deutlich seltener. Und dabei reden wir nicht von den möglichen Ladezyklen. NMC 1000-2500 vs. LFP 3000-6000 was dessen Verwendung gerade bei kleinen (

        1. RR ☀️

          Akkus deutlich sinnvoller macht. Und in Sachen Ladegeschwindigkeit ist LFP mittlerweile auch voll dabei. Siehe XPeng, Geely und Co. die LFP mit 300kw+ laden können.

          1. Spiritogre 🏆

            In entsprechend großen und teuren Autos…

    3. ChrisH 🌟

      Hier ist ja ein ganz großer Batterieexperte unterwegs. In den Angaben im Konfigurator steht: „Elektrische Reichweite : 444 km1Batteriekapazität (netto): 52 kWh“. Das sind schon die 20 – 80 Prozent. Und es wird zwar „nur“ mit 130kW laden, die MEB lassen diese aber gewöhnlich recht lange stehen und es kommt ja auch auf den Ladekurvenverlauf an. Und, es sollte Dir schon aufgefallen sein, dass je kleine die Batterien, desto geringer wird die Ladeleistung, weil dann einfach weniger Zellen verbaut sind.

  3. Max 🌟

    Die Matten Farben sind Mega, Design gefällt mir auch, aber die Preise aktuell von 36-46k sind schon ein Brett für nen Kleinwagen. Mit Corporate Benefits (falls der iwann mal ins MAAH kommt) vlt noch so leicht in der richtigen Richtung aber hui. Bissl teurer als ich es gehofft habe tbh. Dennoch cooles Auto mMn.

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