Das Problem der deutschen Automarken ist China
Wenn man sich die politische Meinung zur aktuellen Lage der deutschen Automobilbranche anschaut, dann hört man oft, dass das mit den elektrischen Autos nicht die beste Idee war, wir „technologieoffen“ sein sollten und vor allem „effiziente Verbrenner“ (was auch immer das sein soll) bei VW und Co. benötigen.
Doch schaut man sich die Zahlen zum ersten Halbjahr 2026 an, das wird langsam immer deutlicher, dass das Problem ein ganz anderes ist: China. Die Volkswagen Group lieferte im ersten Halbjahr genau 4.125.700 Autos aus, was einem Einbruch von 6,3 Prozent entspricht. Dabei konnte man im größten Markt (Europa) wachsen.
China bricht im zweistelligen Bereich weg
Während man aber im ersten Halbjahr 2025 noch über 1,3 Millionen Autos in China verkaufen konnte, so konnte man bisher noch nicht einmal die Million knacken und muss mit einem Einbruch von heftigen 26 Prozent leben. Bei einigen Marken, wie Porsche, war der Einbruch im ersten Halbjahr in China sogar noch etwas größer.
Lösungen, wie ein Comeback des Verbrenner-Macans, wenn auch nur auf Basis eines Audi Q6, sind also eigentlich keine echten Lösungen, denn sie werden das eigentliche Problem, den massiven Einbruch in China, nicht lösen. Und nicht nur das, wenn Geld in diesen Bereich fließt, dann rennt uns China sogar noch davon.
Der Vergleich mit Nokia hinkt, das weiß ich, ein Auto ist eine andere Liga als ein Smartphone, aber in der Automobilbranche ist es sogar noch dramatischer. Denn ein Auto kauft man nicht alle zwei Jahre neu, wie damals bei Smartphones im Vertrag, wer sich entschieden hat, den hat man für sehr lange Zeit verloren.
Ein Problem ohne eine echte Lösung?
Und es geht hier nicht um ein paar verkaufte Einheiten mehr oder weniger, es geht um die Zukunft der gesamten Branche. Nokia dachte auch, dass man lieber nichts riskieren und weiter auf Symbian und später auf Windows bei Smartphones setzen sollte. Heute kauft sich keiner mehr ein Nokia, denn die Consumersparte ist tot.
Doch das Problem ist, wie immer, komplexer, denn der Automarkt in China kämpft selbst mit einem Rückgang, daher kommen immer mehr Hersteller zu uns (und weil die Gewinnmarge hier besser ist). Vielleicht gibt es also keine Lösung für dieses Problem, aber ein Comeback des Verbrenners ist es mit Sicherheit auch nicht.
Vielleicht müssen wir uns auch einfach darauf einstellen, dass gewisse Marken den Anschluss verpasst und zu viel Raum für neue Konkurrenten geschaffen haben, die jetzt teilweise die technologische Führung übernehmen. Ich hoffe nur, dass dieser massive Wandel am Ende nicht zu viele Marken aus Deutschland vernichten wird.
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Da muss man sich bei dem 25 Jahre alten Singelframe Design nicht wundern. Junge Käufer aus China und USA wollen Opa Heinz sein altes Audi Design
Von der deutschen Politik in den sofortigen E Wahnsinn getrieben hat man sich in Europa die Käufer vergrault, weil hier a: die Infrastruktur zum Laden gar nicht da ist und b: die Menschen selbst entscheiden wollen, ob sie E oder Verbrenner fahren.
China kann man eh aus den Büchern streichen, da man dort nicht mit den Preisen mithalten kann. Wie auch, wenn die Karren da von der Regierung massiv subventioniert werden ? Also sollte man sein Geld mit dem verdienen, was man kann…gute und sparsame Verbrenner und langsam auf den E Markt umstellen. Hier will die E Kisten kaum einer und in China verkauft man sie nicht. Fazit : Umsatz und Gewinnrückgang. Und weil BYD immer so hervorgehoben wird. Die fahren mittlerweile auch kaum noch Gewinn ein und haben massiv Überkapazitäten. Das geht mit denen auch nicht mehr lange gut. Lasst mal da noch die Subventionen wegfallen, dann gibt’s BYD nicht mehr lange.
Die Deutschen sollten sich schnell auf den nächsten Markt konzentrieren und der heißt Indien. Aber ob man da über E Autos nachdenkt ? Ich glaube nicht.
Mittlerweile bauen wir hier sehr ansehnliche und gute E Autos aber es wird noch sehr lange dauern , bis diese wirklich Fuß fassen und in der Zeit muss VW, BMW und Co trotzdem Geld verdienen. Heißt, auf gute Verbrenner setzen.
Siehe Porsche. Der Macan – wie einst von mir voraus gesagt, wird als E Auto untergehen. Und so ist es gekommen. Der Macan wird nun wieder als Verbrenner gebaut aber Porsche fehlen nun Jahre ,weil sie ihn komplett als Verbrenner eingestampft haben. Das Geld aus dessen Verkäufen hätten sie dringend benötigt. Ich weiß noch wie hier damals der E Macan als das Zukunftsauto und Heilsbringer für Porsche angepriesen wurde und ich der einzige war, der gesagt hat, dass wird nichts. Da wurde ich verteufelt. Und nun ? Aller 14 Tage kommt hier ein Update “ Porsche, BMW, VW usw. “ stellt sich radikal neu auf. Da muss ich jedes Mal lachen.
a) ist quatsch…. und b) noch mehr
In Europa wachsen die meisten Marken, also stimmt dein erster Abschnitt nicht.
In China könnte man mithalten, wenn man rechtzeitig investiert hätte, siehe Tesla, stimmt also auch nicht.
In Indien pusht man auch Elektromobilität langsam, da ist die Marge aber eh schlecht, von daher ist das kein wichtiger Markt. Noch nicht.
Bei Porsche brechen auch Panamera und Cayenne weg, es liegt also nicht am Antrieb. Der 911er wächst, weil man sich Mühe gibt, die anderen Modelle schlachtet Porsche nur aus, da muss man sich also nicht wundern.
Am Ende steht das Problem im Beitrag, es ist China, das zeigen die Zahlen. Aber am Stammtisch wird dem Antrieb die Schuld gegeben. Wenn man halt keine Ahnung hat.
Haha soviel Unsinn habe ich selten gelesen… falls es dir entgangen ist: Die E-Karren hatten im Juni in D fast 30% Marktanteil und dieser Anteil wächst jedes Jahr. Und zwar weltweit. Ein „sparsamer“ Verbrenner verschwendet immer noch mindestens 2/3 seiner Energie und ist weniger als halb so effizient wie eine E-Karre. Also wer das nicht kapiert, dem ist wirklich nicht zu helfen. Von Klimaschutz, Stickoxiden, Lärmschutz und viel besseren Fahreigenschaften will ich gar nicht erst anfangen…
„…rennt uns China noch davon.“ Guten Morgen, das ist längst passiert. BYD ist technologisch 5 Jahre + den Modellen voraus. Als BYD hat als Batteriehersteller angefangen und dann das passende Auto dazu gebaut, ist fast wie Tesla. Bei Tesla war es nur die Software zuerst vorhanden. Und wenn man sich dann noch anschaut wie BYD Autos produziert, fast alles automatisiert und ja, BYD Autos halten und funktionieren auch, dann weiß man das der Zug den Bahnhof verlassen hat. Das Ding mit den Autos ist in Deutschland erledigt. Ich hoffe nur das der Staat nicht wieder Steuergelder in die „Rettung“ steckt. Denn hier gibt es nichts mehr zu retten.
Solange vor allem Verbrenner gefahren wurden hatten deutsche Autobauers einen riesengroßen Vorteil. Sie hatten in dem Bereich Erfahrung und konnten marktführende Motoren herstellen und zu hohen Prisen verkaufen. Mittlerweile geht der Trend zu E-Mobilität und sowohl bei den Elektromotoren als auch der Akkuentwicklung sind die chinesischen Hersteller schon lange führend. Das in Kombination mit geringem Löhnen und niedrigen Energiekosten macht sie derzeit führend. Die insgesamt negative wirtschaftliche Entwicklung macht zusätzlich den Europäern zu schaffen. Wer aufs Geld schauen (muss) kauft wohl kaum einen teuren BMW, Mercedes oder Audi, sondern wird eher zu BYD u. Ä. greifen.
Wer Geld beim Neukauf in Europa sparen will greift zu Dacia. Das ist seit Jahren so und belegen auch die Statistiken von Privatkäufen.
Die Chinesen spielen aber alle nicht in der Dacia Preisliga. Leapmotor von Stellantis drängt aber jetzt in den Bereich.
Ein paar Leute kaufen auch MG aber die Tendenz ist inzwischen wieder fallend.
BYD punktet vor allem, weil die Medien ordentlich Werbung machen, sonderlich populär sind sie ansonsten aber nicht.
Ich finde es immer erstaunlich, wie unter jedem Beitrag zu BYD und Co. plötzlich die Hälfte der Diskussionsteilnehmer einen BYD / Nio etc. haben. Scheint so als ob mindestens die Hälfte der „Käufer“ in Sozialen Netzen und im Netz unterwegs ist und laut verkünden muss, dass er einer der paar Hundert bis 1000 Leute ist, die diese Autos toll finden. Vielleicht kriegen die dafür eine kostenlose Inspektion oder so…
Vielleicht sind die auch einfach nur super zufrieden und der Rest traut sich (noch) nicht zu kaufen!? .. oder du bist etwas Großem auf der Spur…
Mein Tipp sind bezahlte „Influencer“, die Social Media mit Werbung fluten sollen um die Marken in den Himmel zu loben.
Hat man das von (frühen) und relativ wenigen Teslafahrern nicht auch behauptet? Und waren diese nicht trotzdem zufrieden obwohl das Fahrzeug nicht perfekt war?
Dazu ein kleiner Exkurs (Quelle Wikipedia):
Das muss nicht heißen, dass die Fahrzeuge alle(!) Anforderungen erfüllen und/oder „besser“ als andere Autos sind. Es reicht, wenn die Fahrzeuge DIE Anforderungen und Erwartungshaltung der Käufer erfüllt. Warum soll das jetzt bei den BYD early adopter anders sein?
Ich verstehe nicht, wie auf der einen Seite sich gewundert werden kann, wenn nicht mehr so viele Autos verkauft werden, wenn man auf der anderen Seite sagt, die Leute sollen grüner leben und länger die Sachen nutzen. Also, wo ist das Problem eigentlich?
Wer sagt denn das so?
Ne menge leute.
Und das weißt du doch selber, also warum dieser Troll Kommentar?
„Ne Menge Leute“ 😂 Herrlich Alfons!
Sind die „Leute“ gerade mit dir in einem Raum?
produktlebenszyklus nennt sich das und die sind warum auch immer immer kürzer obwohl wenig neues tatsächlich kommt.
die EU hat gerade reparaierbarkeit verabschiedet bei mobilen geräten, das wird wenn mans zu ende denkt auch hinsichtlich ressourcenschonung auch bei fahrzeugen kommen.
das nicht nur der autokauf zählt sondern auch lebenszeit support ist dir auch bewußt? daran mangelt es bei cn herstellern. ja byd hat gute fzg und gute batterie aber das ist es aktuell auch schon. sie werden noch hausaufgaben machen müssen um am markt stabil zu werden. das social media maßgeblich auch von tiktoc etc beeinflusst wird und zig bots und infl sehr wohl (noch nicht reguliertes) marketing für cn in jeglicher hinsicht macht kann man doch auch sehen. also nicht von der hand zu weisen.
wir haben immer noch einen 10,7 jahre alten fahrzeug bestand, durch iran, ukraine und usa zölle wird aktuell wirtschaftlich das geld zusammengehalten (de facto seit 10 jahre dauerkrise), hier jetzt abzuleiten das die dt automobilbranche als einer der größten arbeitgeber (mit zulieferer etc) gecancelt werden sollte ist schlichtweg fahrlässig. zumal wir nach wie vor erfinden und entwickeln.
Äh, und das hat was mit meinem Beitrag zu tun?
Und das habe ich wo behauptet?
Doch, wahrscheinlich schon! Das Problem sitzt tiefer. Der komplette Unwille moderne Technologie spannend zu finden und haben zu wollen und bauen zu wollen. Energiewende? Verkehrswende? Digitalisierung?
Die deutschen OEM‘s haben einfach keine attraktiven Modelle für China und US. Egal ob Elektro oder Verbrenner.