Deutsche Automobilbranche in der Krise: BMW baut Stellen ab
Der Crash der deutschen Automobilbranche scheint begonnen zu haben und so langsam häuft sich der Stellenabbau. Marken wie VW verhandeln schon länger über neue Sparprogramme, jetzt folgt der Rest. Ab Herbst ist BMW an der Reihe.
Wie die dpa berichtet, will man weltweit bis Ende 2027 knapp 8.000 Stellen bei BMW streichen, man bewegt sich also in der Größenordnung von Porsche. Und, wie bei Porsche, gilt auch bei BMW eine Beschäftigungssicherung, das ist freiwillig.
Noch, denn wenn die Krise anhält und die Marken keine Lösung für die Krise finden, dann wird der freiwillige Abbau nicht mehr reichen. Laut BMW sei die Produktion im Moment aber noch sicher, denn man benötigt jede Hand für den Hochlauf der Neuen Klasse. BMW stellt seit Anfang 2026 sein komplettes Portfolio neu auf.
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Ist leider aktuell in vielen Betrieben in Deutschland so und wird auch noch eine Weile weiter so gehen. Die Automobilindustrie trifft es umso härter das nicht nur äußere Faktoren eine Rolle spielen, sondern man auch intern viele,Fehler gemacht hat. Die gesamte E-Fahrzeugausrichtung ist man nicht richtig angegangen.
Ehrlich gesagt halte ich diese „deutsche Automobilhersteller kurz vor Pleite“-Meldungen alle für abstrus. BMW hat alleine in den USA 100.000 Vorbestellungen für den iX5 und kann aber nur 50.000 davon in einem Jahr produzieren.
Auch bei VW sind die Wartezeiten enorm.
Ja, in China fallen ein paar Verkäufe weg aber warum sollte das Auswirkungen auf den Rest der Welt haben? Die in China verkauften Autos werden auch dort produziert, also wenn, dann muss man dort Fabriken schließen…
Insgesamt zeichnet sich ab, dass VW wohl knapp eine Millionenen Autos weniger verkauft als im Vorjahr. Damit sind sie immer noch die Nummer 2 in der Welt. Wobei immer interessant zu erwähnen, Toyota produziert mehr Autos mit beinahe nur halb so vielen Mitarbeitern. Da muss VW entschlacken.
BMW ähnliches Bild, zwar ein Rückgang in China aber dafür Anstieg in Europa, also effektiv mehr Geld eingenommen aber ein paar Autos weniger verkauft.
Mercedes identisch zu BMW, China eingebrochen aber Europa mehr zu höheren Preisen verkauft.
Ich glaube der größte Fehler den die deutschen Hersteller machen ist, sie werben mit den echten Leistungsdaten der Fahrzeuge, während die chinesischen Hersteller maßlos übertreiben, egal ob bei Reichweite, Ladetempo oder Verbrauch. Dadurch wirken die deutschen Modelle in China schlechter als günstigere Chinesen, woduch ein paar Chinesen zu einheimischen Produkten greifen. Wir wollen doch mal so ehrlich sein, in der Preisklasse von Mercedes und BMW geht es um Prestige und den Namen, erst wenn die Leistung zu schlecht scheint wird zur Konkurrenz gegriffen.
Eins vorab: Woher kommt die Zahl mit 100.000 Einheiten beim iX5?
Und zum Kommentar: Es geht nicht um den aktuellen Stand, mit dem könnte man noch sehr gut leben, es geht immer um die Prognose und den Trend. Und der Abwärtstrend hat erst begonnen. Wenn man in China massiv einbricht, reicht Wachstum in allen anderen Ländern dieser Welt, wie man aktuell sieht, nicht aus. Und wenn es dann in den USA mit den Verbrennern gut läuft, weil die dort wieder besser funktionieren, kommen die Zölle dazu. Gleichzeitig „fliehen“ die Marken aus China, weil sie auch vom Crash betroffen sind und greifen mit attraktiveren Preisen bei uns an. Es geht am Ende selten um reine Daten, sonst würde keiner einen ID.4 oder Enyaq und nur ein Model Y kaufen, es geht immer um Image und Preis. Und wenn der Preis hoch bleibt und das Image bröckelt, wird es schwierig. Also ist es jetzt ein Wettrennen, ob man attraktiv genug bleiben und die Kosten im Vergleich zur immer härteren Konkurrenz senken kann.
Am Ende hat man es in der Welt der Technik ja schon häufiger gesehen, sei es bei TVs, bei Smartphones oder bei Kameras, eine Disruption ist eine Disruption und entweder man passt sich an oder nicht. Passt man sich zu spät an, verliert man.
Die 100.000 hatte ich vor einigen Tagen in irgend so einer Car-News auf Reddit gelesen. Wie mir Google jetzt erklärte ist das aber nur eine Schätzung, weil das erst im Oktober bekannt gegeben wird.
Ich differenziere gerne ein wenig, da die Autos in China ja teils nicht mal die Hälfte von hier kosten. Zwar ist auch die Produktion erheblich günstiger aber wie wir wissen, kommt es nicht nur auf die Stückzahlen an. Kleinwagen haben eine geringe Marge, weil es nicht viel teurer ist ein größeres Auto zu bauen, das ist halt in allen Bereichen ein wenig Größer und das war es im Großen und Ganzen.
Deswegen stößt mir immer der Vergleich mit BYD so sauer auf. Klar, die Verkaufen 5 Millionen Autos. Die Hälfte davon allerdings Verbrenner. Nur, sie verkaufen den Großteil der Autos irgendwo zwischen umgerechnet 10.000 bis 25.000 Euro in China, Südostasien und Südamerika. Also dort, wo VW, BMW, Mercedes und Co ohnehin kaum verkaufen, weil deren Autos für diese Märkte schlicht viel zu teuer wären.
Und jetzt kommen wir eben zu z.B. VW. Die VWs in China sind erheblich günstiger als die in Europa oder USA. D.h. wenn die 1 Millionen dort weniger verkaufen brauchen sie im Rest der Welt nicht mal 500.000 mehr verkaufen um den Verlust mehr als Auszugleichen.
Man muss den Aktionären ja eine Dividende ausschütten können 🤡
Wer, wenn nicht der Besitzer eines Unternehmens (bei einer AG dann eben Aktionäre), sollen denn Gewinne bekommen? Wenn du den Besitzern von Unternehmen einen Gewinn verwähren willst, dann ist Kapitalismus/Marktwirtschaft vielleicht nicht das richtige System für dich und du musst auswandern oder hoffen, dass wir bald wieder alles verstaatlichen. Du könntest auch in die Politik gehen und dich dafür einsetzen, dass der Staat mal startet und die Dividenden seiner Unternehmensanteile (VW, Post, Telekom etc.) nicht „annimmt“. ;-)