Die Lage bei Tesla Deutschland eskaliert weiter

Tesla Model Y 2025 De

Kurz vor der Betriebsratswahl kochte die Lage bei Tesla in Grünheide hoch, doch sie endete mit einer klaren Niederlage für die IG Metall. Abgehakt, dachte man sich nach dem Ergebnis, aber das Gegenteil ist der Fall, die Sache geht vor Gericht.

Für Christiane Benner ist die Sache noch lange nicht erledigt, denn diese Woche hat „die IG Metall einen Beschlussantrag zur Feststellung der Unwirksamkeit der Betriebsratswahl im März 2026 bei Tesla eingereicht“. Es hat also weitere Folgen.

Tesla soll vor Ort „gedroht“ haben

Die Wahl vor Ort sei „durch Drohungen beeinflusst“ worden und man habe „faire Wahlen verdient, ohne das Gefühl, für ihre Entscheidungen möglicherweise im Anschluss bestraft zu werden“. Das war laut IG Metall aber nicht der Fall bei Tesla.

Die Liste an Gründen ist lang. Über Monate hinweg wurde den Beschäftigten bei Tesla vermittelt, eine Entscheidung für die IG Metall sei eine Entscheidung gegen Tesla und hätte Konsequenzen für die Zukunft des Werks und ihrer Arbeitsplätze. Das Betriebsverfassungsgesetz verbietet jedoch die Behinderung von Wahlen, insbesondere durch das Androhen von Nachteilen. Gegen diese – und weitere – Regeln hat Tesla aus Sicht der IG Metall verstoßen.

Man kann es als übertrieben ansehen, aber bei dem, was ich so beobachtet habe, würde ich auf jeden Fall den Punkt mit dem „Androhen von Nachteilen“ doch klar zustimmen, es schaltete sich ja sogar Elon Musk selbst in einem „Interview“ ein.

Tesla hält sich bisher zurück, man vertraue auf den „rechtsstaatlichen Gang“ in diesem Fall. Selbst Werksleiter André Thierig, der sonst sehr schnell mit einem Statement dabei ist, hält sich zurück. Vielleicht kommt aber noch eine Reaktion.

Doch die Sache müssen jetzt Gerichte klären, man kann eine Meinung zu diesem Thema haben, ein „richtig“ oder „falsch“ gibt es erst, wenn die Lage unabhängig geklärt wurde. Das Thema wird uns also doch noch etwas länger hier begleiten.

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