Die Lage bei Tesla Deutschland eskaliert weiter

Kurz vor der Betriebsratswahl kochte die Lage bei Tesla in Grünheide hoch, doch sie endete mit einer klaren Niederlage für die IG Metall. Abgehakt, dachte man sich nach dem Ergebnis, aber das Gegenteil ist der Fall, die Sache geht vor Gericht.
Für Christiane Benner ist die Sache noch lange nicht erledigt, denn diese Woche hat „die IG Metall einen Beschlussantrag zur Feststellung der Unwirksamkeit der Betriebsratswahl im März 2026 bei Tesla eingereicht“. Es hat also weitere Folgen.
Tesla soll vor Ort „gedroht“ haben
Die Wahl vor Ort sei „durch Drohungen beeinflusst“ worden und man habe „faire Wahlen verdient, ohne das Gefühl, für ihre Entscheidungen möglicherweise im Anschluss bestraft zu werden“. Das war laut IG Metall aber nicht der Fall bei Tesla.
Die Liste an Gründen ist lang. Über Monate hinweg wurde den Beschäftigten bei Tesla vermittelt, eine Entscheidung für die IG Metall sei eine Entscheidung gegen Tesla und hätte Konsequenzen für die Zukunft des Werks und ihrer Arbeitsplätze. Das Betriebsverfassungsgesetz verbietet jedoch die Behinderung von Wahlen, insbesondere durch das Androhen von Nachteilen. Gegen diese – und weitere – Regeln hat Tesla aus Sicht der IG Metall verstoßen.
Man kann es als übertrieben ansehen, aber bei dem, was ich so beobachtet habe, würde ich auf jeden Fall den Punkt mit dem „Androhen von Nachteilen“ doch klar zustimmen, es schaltete sich ja sogar Elon Musk selbst in einem „Interview“ ein.
Tesla hält sich bisher zurück, man vertraue auf den „rechtsstaatlichen Gang“ in diesem Fall. Selbst Werksleiter André Thierig, der sonst sehr schnell mit einem Statement dabei ist, hält sich zurück. Vielleicht kommt aber noch eine Reaktion.
Doch die Sache müssen jetzt Gerichte klären, man kann eine Meinung zu diesem Thema haben, ein „richtig“ oder „falsch“ gibt es erst, wenn die Lage unabhängig geklärt wurde. Das Thema wird uns also doch noch etwas länger hier begleiten.
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Wirklich schwierige Geschichte. Klar haben Gewerkschaften schon ihre Berechtigungen, weil sich einige Unternehmen nicht so nett benehmen, aber in der aktuellen Zeit, wo eins nach dem anderen weg bricht in Deutschland, wäre es doch eigentlich gut, wenn man Firmen, die in Deutschland investieren wollen, bei Laune hält.
Ja Elon Musk ist ein Ankündigungsweltmeister und wer weiß ob er wirklich investiert, aber so verschreckt man leider auch die Unternehmen.
Und das soll jetzt nicht heißen, dass alle Unternehmen machen dürfen was sie wollen, aber es ist gerade echt eine schwierige Situation und wir brauchen in Deutschland nun mal viel Wirtschaft.
Die Politik ist ja nun mal auch echt kein gutes Vorbild. Was da teilweise abgeht, ist noch deutlich schlimmer als das was Tesla da möglicherweise gemacht hat.
Tesla hat doch auch nur aus einem Grund in Deutschland investiert, da sie hier von der Politik die meisten Zugeständnisse und Förderungen bekommen haben. Zusätzlich gibt es hier bereits sehr viel qualifiziertes Personal. Ansonsten schert sich Tesla doch einen Dreck um deutsche Bestimmungen wie Arbeitssicherheit und Umweltschutz. Was Tesla z.B. an Frischwasser durchzieht ist unglaublich. Im Volkswagenwerk Wolfsburg wird Brauchwasser mehrfach aufbereitet und in den Kreislauf geschickt bis es ausgetauscht wird. Zudem wird Wasser gesammelt und so stark aufbereitet, dass überschüssiges Wasser wieder in die Natur eingeleitet wird. So sieht grüne Produkte aus.
Nur zum Verständnis. Die IG Metall hat die Wahl verloren und geht gegen die Niederlage rechtlich vor?
Armselig……man sollte sich eher fragen, warum man die Wahl verloren hat und bei der nächsten Möglichkeit besser machen.
Das tat man und kam zum Ergebnis, dass Tesla nicht fair gehandelt hat. Ob das so stimmt, werden Gerichte klären. Bevor man also von „armselig“ spricht, sollte man vielleicht das Ergebnis abwarten.
„Nach SPIEGEL-Recherchen soll Thierig mehrfach sinngemäß vor Beschäftigten erklärt haben, ein geplanter Ausbau des Werks werde nur erfolgen, wenn die IG Metall keine Mehrheit erhalte. Auch andere Führungskräfte sollen ähnliche Aussagen in Teambesprechungen gemacht haben. … Vor der Wahl äußerte sich auch Konzernchef Elon Musk per Videobotschaft sowie aus den USA angereiste führende Manager ähnlich bei einer Betriebsversammlung.“
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Diesbezüglich muss man wissen, dass das Betriebsverfassungsgesetz die Behinderung und derartige Beeinflussungen von Wahlen verbietet. Ich tippe mal darauf, dass die Wahlen wiederholt werden. Letztlich dürfte das am Ergebnis aber natürlich nichts ändern, da die Beschäftigten bereits entsprechend eingeschüchtert wurden.
Mit armselig hat das alles mitnichten etwas zu tun. Die Wahl lief einfach nicht korrekt ab.
Kann man sich nun darüber streiten, ob solche Aussagen Wahlbeeinflussungen darstellen.
Anscheinend trauen die Beschäftigen der IG Metall nicht zu, sie dann entsprechend zu schützen.