Das Kraftfahrt-Bundesamt blickt zufrieden auf die i-Kfz-App, die für die digitale Fahrzeugverwaltung gedacht ist. Auch ich nutze die App und hatte nun die erste Hauptuntersuchung mit dem digitalen Fahrzeugschein.
Die App ermöglicht den digitalen Zugriff auf die Zulassungsbescheinigung Teil I, was den „Papieraufwand“ verringert und Bürgern eine einfachere Verwaltung ihrer Fahrzeugdaten bieten soll.
Ich hatte das Fahrzeug nach dem Start der App hinzugefügt und in dieser Woche stand eine Hauptuntersuchung an. Daran hat mich die App auch ordnungsgemäß erinnert. Die Zulassungsbescheinigung in Papierform muss man zur Hauptuntersuchung natürlich dennoch mitbringen.
Nach der Hauptuntersuchung haben sich im Detail zwei Fragen ergeben. Das ist auch der Grund, warum ich das hier noch einmal im Blog veröffentliche.
Mangelnder Onlinezugriff verzögert Abgleich
Zunächst einmal wurde die Hauptuntersuchung von einem mobilen Dekra-Mitarbeiter in den Servicewerkstätten des Autoherstellers durchgeführt. Es gab keine Beanstandungen und ich habe die Plakette erhalten.
Allerdings haben diese mobilen Mitarbeiter während ihrer Tätigkeit in externen Werkstätten keinen Onlinezugriff, zumindest war es in meinem Fall so.
Nach telefonischer Rücksprache habe ich erfahren, dass der Abgleich der Daten demnach nur alle paar Tage erfolgt, je nachdem, wie ausgelastet der Mitarbeiter ist und wann er wieder ins Büro kommt.
Das führte dazu, dass die Hauptuntersuchung vom Dienstag erst am Freitag in der App ersichtlich wurde. Man sollte sich also nicht wundern, wenn es ein paar Tage dauert, bis die neuen Daten eingespielt sind.
Abgleich trotz Datenabweichung
Ein weiterer Punkt, der vielleicht nicht so häufig vorkommt, aber dennoch interessant ist: Auch wenn es Abweichungen im Datensatz beim TÜV bzw. der DEKRA gibt, wird die Hauptuntersuchung mit dem Kraftfahrt-Bundesamt korrekt abgeglichen, da diese nicht über sämtliche Personendaten verifiziert wird.
In meinem Fall stand zum Beispiel noch meine alte Wohnadresse auf dem Untersuchungsbericht, also nicht die aktuelle Anschrift, die korrekt in der i-Kfz-App im Datensatz hinterlegt ist. Offensichtlich hat ein Mitarbeiter den Datensatz von der letzten Hauptuntersuchung übernommen, ohne zu prüfen, ob es inzwischen eine Adressanpassung gab.
Der Datenabgleich mit dem KBA funktioniert trotzdem. Selbst mit einer falschen Adresse auf dem Prüfbericht werden die korrekten Daten zur Hauptuntersuchung in der i-Kfz-App angezeigt. Das liegt wohl daran, dass der Datensatz intern (nur?) anhand der Fahrzeugidentifikationsnummer und des Kennzeichens abgeglichen wird.
Insgesamt kann sich die Umsetzung der i-Kfz-App sehen lassen. Auch das Teilen des Fahrzeugscheins ist sehr praktisch. Die Beschreibungen in der App könnten jedoch noch etwas optimiert werden, um Nutzer in Grenzfällen, z. B. bei verzögertem Datenabgleich, besser zu informieren.
Das KBA arbeitet derzeit an zusätzlichen Funktionen, darunter ein QR-Code-System für Zulassungsbehörden, das noch im ersten Quartal 2026 verfügbar sein soll. Zugleich treibt das Bundesministerium für Digitales die Entwicklung eines digitalen Führerscheins voran, der voraussichtlich Ende 2026 integriert werden soll.
Fragen und Antworten auf häufig gestellte Fragen zur i-Kfz-App findet ihr beim Kraftfahrt-Bundesamt.
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