Elektroautos: „Es benötigt keine großen Akkus und sehr lange Reichweite“

Es gibt viele Möglichkeiten, um die Reichweite eines Elektroautos zu steigern, ein Weg sind immer größere Akkus. Diese wiegen allerdings auch viel und kosten oft deutlich mehr. Doch Premiummarken loten gerade die Grenze nach oben aus.
Nio kündigte letztes Jahr ein neues Flaggschiff und direkt einen Akku mit 150 kWh an, aber dieser wurde nicht von den Kunden angenommen, so William Li. Der CEO von Nio gibt an, dass man nur wenige hundert Einheiten davon produziert hat.
Die meisten wählen 75 kWh beim Akku
Der 150 kWh große Akku wurde bisher nur in China angeboten, dem Heimatland von Nio, man wird ihn jedoch nicht weiter fertigen und plant keinen globalen Start. Ein Akku mit ca. 100 kWh reicht den meisten Kunden am Ende vollkommen aus.
Bei Nio kann man den Akku in den Elektroautos tauschen und dabei hat man in den letzten Jahren sogar festgestellt, dass die meisten Kunden einen Akku mit 75 kWh wählen. Kunden, die 150 kWh und 1.000+ km Reichweite benötigen, sind selten.
Ich habe in den letzten Jahren, und ich bin bis heute weit über 200 Elektroautos gefahren, auch festgestellt, dass knapp 80 kWh im Unterboden ein guter Wert im Alltag sind. Auch mit Blick auf den Preis, die Umwelt und das Gewicht des Autos.
Natürlich darf und muss es Optionen geben, die das nach oben ausreizen, und mit neuen Akkutechnologien wird sich da auch nochmal einiges tun. Doch ich finde die Entwicklung bei Nio interessant und glaube, dass die Konkurrenz daraus lernt.
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ich finde es ziemlich realitatsfern bei aktuellem Stand zu behaupten :“ es braucht keine 150Kwh Akkus“!
ich fahre jeden Tag ca. 120 km via Bahn weil sich die ersten Stromer, für mich, nicht bewähren könnten. spätestens in der Jahreszeit die wir Winter nennen kamen mein Fiat 500 E und der Cupra Born an ihre Grenzen. ich könnte Zuhause laden, sogar relativ sinnvoll da Photovoltaik vorhanden ist, lade aber lieber am Schnellader.
Hier finde ich dann auch mein Hauptargument, die Infrastruktur!
100 Anbieter mit 100 Tarifen und weiteren 1000 Zusatzmechanismen…wer braucht den schei*…
Trotzdem würde ich mir wünschen das man größer Akkus nicht einfach anschreibt…
vor 30 Jahren waren 256 Byte RAM und eine 3,5 MB Festplatte auch noch „übersimensioniert“
ID3 Pro hat 58kWh. Reicht für den Alltag ohne Probleme… Im Urlaub war ich damit noch nicht, da wäre aber auch der Kofferraum deutlich zu klein.
60 reichen auch für Langstrecken
(Sparsames Auto wie Model 3 oder Ioniq 6)
Richtig, die Effizienz ist entscheidend.
Ach sorry, hört doch auf von kleinen und großen Akkus zu reden. Was es benötigt sind 2 Sachen
1. schnelles laden
2. gute Ladestruktur und das heißt nicht 10-20 blöde Apps von jedem Anbieter eins, sondern alle mit Kreditkarte und gut ist
Und bitte, jetzt nicht alle, man kann doch Zuhause laden. Ehrlich, Deutschland ist das Land in Europa mit der geringsten Eigenheimquote. Die die eins haben, sind wenige und die meisten wohnen in Städten, in 4, in 10, in 20 Parteihäusern und die können nicht in der Garage laden, weil das dort nicht installiert ist. Die müssen irgendwo hinfahren. Ja, einkaufen geht hier und da mal, doch ich sehe immer mehr Leute in meiner Stadt, die zur Tankstelle fahren und dann 30 Minuten in Ihrem Auto sitzen und auf Ihr Handy starren. HELL, unproduktiver kann man sein neues Umweltfreundliches Leben nicht gestalten.
Das.
Und du fährst selbst E-Auto und sprichst aus eigener Erfahrung? Ich vermute nicht, sonst wüsstest du, dass ein bis zwei genügen sollten.
Und wer öffentlich laden muss, tut das wie oft? Kurz berechnet – wer jeden Tag seine 30 – 40 km fährt, muss ca. alle 2 Wochen laden. In der halben Stunde kann man dann alles mögliche machen, unterwegs sein, einkaufen, spazieren, oder was auch immer im Auto machen, die Oma anrufen, etwas lesen, ein Youtube-Video schauen oder 50 auf TikTok – also dasselbe, was der Mensch sonst anderswo machen würde.
Nee, Frank ist 24/7 prooooduktiv! Der verschwendet keine Zeit zB auf Mobiflip für unproduktive Kommentare.
Bin komplett deiner Meinung. Die Leute hängen am Tag 3 Stunden bei TikTok rum aber im Auto geht das natürlich nicht…. Ich genieße geradezu die halbe Stunde Auszeit… telefoniere mit Freunden, schau Dokus, browse im Internet…. alles wozu ich zuhause meist keine Ruhe finde, weil immer irgendwas gemacht werden muss… nicht immer aber in 9 von 10 Fällen ist das für mich gar kein Problem..
Ich habe aktuell auch ca. 75 kWh (Tesla Model 3 Performance) zur Verfügung und für mich reicht das auch völlig. Für ein paar Langstrecken (> 500 km) im Jahr ist das eine gute Akkukapazität. In der ersten Etappe schaffe ich 350-400 Kilometer und mit einem relativ kurzen Ladestop insgesamt 600-650 Kilometer. Erst danach wird es dann etwas zäh. Wobei 75 kWh auch nur für eine Limousine ausreicht, sobald man ein ineffizienteres Auto fährt sollte es schon mehr sein.
Generell denke ich aber, je mehr Akkukapazität desto besser. Dass der 150 kWh Akku von Nio nicht angenommen wurde, dürfte vor allem am Preis liegen. Wenn die Akkus in Zukunft weiter im Preis fallen, gibt es sicherlich auch Abnehmer für solche großen Akkus.
Das wird die spannende Frage sein, denn die Preise für die kleineren Akkus werden dann auch fallen. Und Nio ist sehr teuer, wenn die Kunden das jetzt nicht annehmen, wäre es möglich, dass sie das einfach nicht benötigen. Außerdem werden Motoren und Co. auch immer effizienter, mit 75 kWh kommt man heute weiter als vor ein paar Jahren.
Kleiner Hinweis…. die 150kWh wurden nicht mal an den Wechselstationen geordert. Keine Ahnung wie weit da der Preisunterschied zu den anderen Varianten war…. aber selbst zur Miete auf Strecke scheint das keine haben wollen.
In den mittleren SUVs wie den MEBs reichen so 77 kWh Akkus auch gut aus. Vielleicht 80-85 kWh noch, was ja durch die Weiterentwicklung der Akkus im selben Volumen sicherlich problemlos bald realisiert werden kann, aber mehr braucht man echt selten.
Die großen SUVs liegen dann bei 100 kWh.
Wichtiger wird vor allem im Urlaub ausreichend Gespann-Kompatible Ladestationen zu haben. :)